Alex Frei

Alex Frei: «Ich will alle Patronen verballern, die ich noch habe»

Alex Frei: Rücktritt der Familie zuliebe

Alex Frei: Rücktritt der Familie zuliebe

Seine Familie sei der Grund für seinen Rücktritt, erklärte FC Basel-Star Alex Frei heute vor den Medien. Seine Zukunft sieht er im Nachwuchsbereich.

Alex Frei beendet seine Karriere am Ende der laufenden Saison. Grund dafür sind unter anderem seine Ambitionen, anschliessend im Nachwuchsbereich des FC Basel tätig zu sein, wie der Stürmer verlauten lässt. Aber auch seine Tochter spielt eine Rolle.

Im Alter von 34 Jahren wird Alex Frei im Juni 2013 vom Spitzenfussball zurücktreten. Am Nachmittag trat Frei zusammen mit FCB-Präsident Bernhard Heusler im Mediencenter des FC Basel vor die Medien.

Frei habe beim FCB sein Interesse angemeldet, im Nachwuchsbereich des Klubs tätig zu sein. Und das «entspricht den Wünschen sowohl des Spielers wie des FCB». Welche Funktion dies genau sein wird, werde im Verlauf der nächsten Monate erarbeitet. «Wir freuen uns, dass dem Klub eine starke Persönlichkeit über seine Zeit als Spieler hinaus erhalten bleibt und er bereit ist, seine riesige Erfahrung an junge Spieler weiterzugeben», so der FCB.

(Quelle: youtube.com/AlexFreiChannel)

Alex Frei ist beim FC Basel Torschütze vom Dienst

Neben Zukunftsgedanken habe bei Freis Entscheid aber auch ein privater Aspekt eine ganz zentrale Rolle gespielt: Die Geburt seiner Tochter Lia im vergangenen Sommer. So sei Frei bei seiner eigenen sportlichen Perspektivenbeurteilung zum Schluss gekommen, nicht mit dem FCB über die Verlängerung des ohnehin im Juni 2013 auslaufenden Vertrages zu verhandeln. «Die Geburt meiner Tochter hat die Prioritäten in meinem Leben verschoben und mir gezeigt, dass es Wichtigeres im Leben gibt, als zu gewinnen», sagte Frei an der Medienkonferenz.

«Ich will Pipi zum Torschützenkönig machen»

«Ich werde auf eine wunderbare Karriere zurückblicken können», sagt Frei. Zudem habe er die Chance, nun nochmals einen Meistertitel zu gewinnen. Und dafür will Frei auch bis zuletzt alles geben: «Ich habe noch einige Patronen und die will ich bis im Sommer alle verballern.» Dabei geht es ihm nicht darum, zum dritten Mal in Folge als bester Torschütze in der Schweiz ausgezeichnet zu werden. Diese Ehre will er dieses Jahr einem Anderen ermöglichen: seinem Sturmpartner und Kumpel Marco Streller. «Ich will Pipi zum Torschützenkönig machen», gibt Frei eine Kampfansage. «Dafür ist meine neue Position im linken Mittelfeld gar nicht so schlecht.»

Auf Erfolg und Titel hofft natürlich auch sein Arbeitgeber. «Der FC Basel 1893 bedankt sich bei Alex Frei - auch im Namen seiner Fans - von Herzen für bald vier unvergessliche Jahre», heisst es in der Medienmitteilung.

(Quelle: youtube.com/AlexFreiChannel)

Alex Frei brilliert bei Stade Rennes

Frei kann auf eine Bilderbuchkarriere zurückblicken

Der FC Basel zieht den Schluss, dass die Schweizer Sportwelt mit Freis Rücktritt einen ihrer erfolgreichsten Fussballspieler aller Zeiten verliere, der Charakterkopf aber sowohl dem Fussball, als auch dem FCB im Speziellen erhalten bleibe. Frei begann seine Karriere bereits 1995 beim FCB, spielte in der Schweiz für Thun, Luzern und Servette. 2003 folgte der Gang ins Ausland. Bei Stade Rennes erzielte er in 100 Spielen in der Ligue 1 47 Treffer. 2006 folgte der Wechsel zu Borussia Dortmund, seiner letzten Station vor der Rückkehr zum FCB im Jahr 2009.

(Quelle: youtube.com/AlexFreiChannel)

Alex Freis Tore bei Dortmund

Im Nationalteam trat Frei bereits im April 2011 zurück. In 84 Länderspielen für die Schweiz erzielte er 42 Treffer. (dfs/si)

(Quelle: youtube.com/AlexFreiChannel)

Alex Frei in der Schweizer Nati

Meistgesehen

Artboard 1