Fussball
Alex Frei: «In einer Woche gewinnen wir höher»

Alex Frei war in Tallinn dank zwei Toren einmal mehr der Matchwinner für den FCB. Im Interview mit der bz schaut er selbstbewusst auf das kommende Heimspiel gegen Tallinn und erklärt, weshalb er sich keine Pause gönnt.

Sebastian Wendel, Tallinn
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Auf der Sonnenseite: Alex Frei (l.) erzielt beide Treffer an der internationalen Saisonpremiere der Basler.

Auf der Sonnenseite: Alex Frei (l.) erzielt beide Treffer an der internationalen Saisonpremiere der Basler.

Keystone

Alex Frei, 2:0 in Tallinn gewonnen. Pflicht erfüllt?

Alex Frei: Es hat ein bisschen gedauert, bis wir in Führung gehen konnten. Wir haben angestrebt, das erste Tor bereits in der ersten Halbzeit zu machen. Bei optimaler Chancenauswertung wäre es auch so gekommen. Zum Schluss kann man tatsächlich sagen, dass wir die Pflicht erfüllt haben und beruhigt ins Rückspiel in einer Woche gehen können.

Im Gegensatz zu anderen Spielern gönnen Sie sich praktisch nie eine Pause. So auch heute, während Trainer Heiko Vogel die Mannschaft auf vier anderen Positionen veränderte.

Ich brauche viele Spielminuten. Je mehr Partien ich absolviere, umso besser läuft es mir.

Sie haben beide Tore erzielt. Das erinnert stark an die letzte Champions-League-Saison, als Sie Topskorer ihres Teams waren.

Die zwei Treffer heute sind kein Vorzeichen für die Zukunft. Auf uns kommen noch viel schwerere Gegner zu. Letztes Jahr mussten wir ja keine Qualifikationsspiele absolvieren, von daher ist es noch zu früh für einen Vergleich. Aber eine Erkenntnis gibt es: Ich weiss auch als frischgebackener Vater noch, wo das Tor steht (lacht).

Was erwarten Sie vom Rückspiel, jetzt wo der FCB eine komfortable Ausgangslage hat?

Ich denke, wir werden einen noch dominanteren FCB sehen. Es tönt vielleicht komisch, aber in einem grossen St. Jakob-Park ist das Gefühl für das Spiel ein ganz anderes als in einem kleinen wie hier in Tallinn. Der grosse Platz und die hohen Tribünen in Basel kommen unserem Spiel entgegen. Im Normalfall werden wir in einer Woche höher gewinnen als heute. Bei allem Respekt vor Flora Tallinn, das sich tapfer gewehrt hat.

Gastón Sauro und Marcelo Diaz haben ihre Debüts im FCB-Dress gefeiert. Wie ist das Zusammenspiel mit den beiden?

Bei Sauro ist es noch zu früh, um eine Beurteilung abzugeben. Er und die anderen in der Abwehr wurden kaum gefordert.

Und Marcelo Diaz? Er hatte sehr oft den Ball.

Man hat gesehen, dass er sich nicht scheut, Angriffe auszulösen. Er hat eine offensive Grundeinstellung und passt meist nach vorne. Aber wie Sauro hat auch er noch Luft nach oben.