Gemeinsam mit den anderen neun grössten Schweizer Städten plant Basel, die Idee einer neuartigen Landesausstellung weiterzuentwickeln. Aus diesem Grund haben sie den Verein «Nexpo – die neue Expo» gegründet. Während der Lancierungsphase bis Mitte 2020 sollen das Konzept getestet, erste Pilotprojekte konkretisiert sowie Partner gewonnen werden. Mit der Internetseite www.nexpo.ch und dem neuen Markenauftritt präsentiert sich die Nexpo erstmals einer breiten Öffentlichkeit.

Gerade in der Nordwestschweiz wird schon länger über eine Expo nachgedacht, nachdem sich die Ostschweiz 2016 an der Urne gegen eine Landesausstellung 2027 entschieden hat. Noch im gleichen Jahr waren aber erste Vorstösse für «eine Expo zum Ende des nächsten Jahrzehnts» im Baselbieter Landrat gescheitert. Wie die vergangenen Grossanlässe gezeigt hätten, sei es selten gelungen, eine nachhaltige Wirkung zu erzielen, hatte die Baselbieter Regierung damals argumentiert.

Kein klassischer Anlass

Die zehn Schweizer Städte lassen sich davon aber nicht beirren. Die neue Geschäftsstelle des Vereins ist bereits aktiv. Für die rund zweijährige Lancierungsphase ist ein Budget von 500'000 Franken pro Jahr vorgesehen, das proportional nach Einwohnerzahl aufgeteilt wird.
Die Nexpo will die Frage nach dem Zusammenleben in der Schweiz im 21. Jahrhundert stellen.

Geplant ist nicht eine klassische Expo auf einem definierten und eingegrenzten Gelände. Auch sei sie nicht auf einen einzelnen Moment ausgerichtet, sondern als Prozess ausgelegt, der sich auf einen Höhepunkt in rund zehn Jahren zubewegt. Gleichzeitig soll die Nexpo ein schweizweites Netzwerk mit realen Treffpunkten bilden. Bis 2022 solle sich entscheiden, ob die Nexpo so tatsächlich zu einer neuen Landesausstellung heranwachsen kann. Die Umsetzung und Vorbereitung folgt ab 2023 bis 2027 mit dem Höhepunkt der Durchführung im Jahr 2028 oder 2029.