Endlich auf einer grossen Bühne stehen und ganz Basel zeigen, was man drauf hat. Das können junge Kulturschaffende am diesjährigen Jugendkulturfestival (JKF) vom 6. bis 7. September wieder tun. Der Startschuss zur Bewerbungsfrist ist gefallen. 180 Auftrittsmöglichkeiten auf sechs Open-Airs und sechs Indoor-Bühnen gilt es zu verteilen.

Unter dem Motto «Alles ist möglich» ruft der JKF-Vorstand junge Bands, Tanzcrews, Theatergruppen, DJs und andere Kulturschaffende auf, sich über die JKF-Website anzumelden. Der Kreativität sollen dabei keine Grenzen gesetzt werden. Deshalb haben die Verantwortlichen beim letzten Festival vor zwei Jahren die Kategorie «Freie Projekte» eingeführt. Hier finden alle Ideen Platz, die in keine der klassischen Sparten passen.

Damit ja kein Auftritt einer tollen Band oder Theatergruppe an der Anmeldung scheitert, wird der Online-Bewerbungsprozess immer wieder optimiert und vereinfacht. Dieses Jahr finden zudem zum ersten Mal «Walk-in-Wednesdays» statt: «An diesen Tagen wird immer einer von uns im Büro im St. Johann sein und jeder, der sich anmelden möchte, oder Fragen hat, kann einfach reinspazieren», sagt Geschäftsleiterin Carole Ackermann. Eine weitere Neuerung ist die engere Zusammenarbeit mit der Förderstelle für junge Kulturschaffende GGG Kulturkick. Für JKF-Projekte vergibt diese bis Ende März total 10'000 Franken.

Weniger Platz wegen Baustellen

Zu schaffen macht den JKF-Verantwortlichen die Baustellen-Situation rund um den Tinguely-Brunnen. Das Festival findet üblicherweise unter anderem auf dem Barfüsserplatz, dem Theaterplatz und im Klosterhof statt. Allerdings reiht sich hier momentan eine Baustelle an die andere und das wird sich bis September auch nicht ändern. «Solche Umstände sind zwar mühsam, wir müssen sie aber in Kauf nehmen, wenn wir die Innenstadt bespielen wollen», sagt Ackermann.

Besonders schwierig ist die Lage im Klosterhof. Hier, wo während des Festivals für gewöhnlich die Klosterbühne steht, parken zurzeit die Autos der Bauarbeiter. Der Durchgang Richtung Barfüsserplatz ist durch die Baustelle versperrt. Ob der Platz im September bespielt werden kann, ist noch unsicher. Was aber schon jetzt klar ist: Für die Food- und Getränkestände gibt es rund 30 Prozent weniger Platz. Das ist besonders verheerend, weil die Standmieten eine der wichtigsten eigenen Einnahmequellen des Festivals sind.