«Das war mein bisher strengstes Jahr. Ich habe die vier Jahreszeiten noch nie so extrem erlebt: Im Sommer war es extrem warm und im Winter äusserst kalt», sagt Peter Moser, Küchenchef im «Les Quatre Saisons», über die Zeit des Umbaus des Gourmet-Restaurants. Letzteres eröffnet zusammen mit dem ehemaligen Mercure Hotel Europe Basel nach mehrmonatigem Umbau am Samstag. Das Premiumhotel trägt neu den Namen Pullman und ist der erste Ableger der Hotel-Kette in der Schweiz.

35-Millionen-Franken-Projekt

Spitzenkoch Moser arbeitet seit 30 Jahren für den Vorgänger Mercure und bleibt Direktor Marc Haubensak auch nach dem 35-Millionen-Umbau erhalten. «Die langjährigen Mitarbeiter sind das einzige, was hier drinnen noch alt ist, alles andere ist ganz neu», sagt er stolz.

Und das neue Hotel kann sich sehen lassen: Die nuancierten Farben und die Lichtdurchlässigkeit erzeugen ein stimmiges Ambiente. «Wir wollten einen ruhigen Ort mitten in Basel kreieren», begründet Haubensak. Vom Lärm der Drämmli und den vorbeifahrenden Autos ist im Innenhof und im Garten trotz der Lage direkt an der Clarastrasse tatsächlich nichts zu hören.

Neu heisst im Falle des Pullman nicht automatisch mehr. Die Anzahl Zimmer ist im Vergleich zum Mercure von 157 auf 141 geschrumpft. Dafür gibt es einen simplen Grund: Früher waren rund 60 Prozent aller Zimmer Einzelzimmer. Aus jeweils drei davon wurde ein neues Doppelzimmer gemacht. «Die Gäste erwarten, dass sie mehr Platz haben. Die alten Zimmer waren zu klein», erklärt Haubensak diese Massnahme.

Ausgerichtet ist das Pullman auf Geschäftsleute und Messebesucher. Um bei der am 27. März beginnenden Baselworld einen reibungslosen Ablauf garantieren zu können, öffnet das Hotel samt Bistro, Restaurant und Fitnessraum extra bereits Anfang Monat. «Wir wollen langsam Eröffnen und alles in Ruhe einüben», so Haubensak. Auch während der Fasnacht stehen die Tore - oder besser die Drehtür - bereits offen. Die Preise der Zimmer variieren wie bei Fluganbietern jeweils je nach Nachfrage.

Mit der Wiedereröffnung hat das Kleinbasel vier neue - aber trotzdem alte und traditionsreiche - Jahreszeiten zu bieten.