Dieser Wahlkampf wird für Patricia von Falkenstein hart. Nicht nur sieht sich die Basler LDP-Präsidentin der profilierten SP-Regierungsrätin Eva Herzog gegenüber, sie muss auch eine 52 Jahre alte SP-Hochburg stürmen: So lange besetzen die Genossen bereits den einzigen Ständeratssitz des Kantons Basel-Stadt.

Gestern startete von Falkenstein ihre Kampagne. Sie gibt sich dabei als «Liberale mit sozialem Gewissen». An einer Medienkonferenz liess sie die Präsidenten der FDP und der CVP sowie die Vizepräsidenten der Grünliberalen und der BDP für sich als «die bessere Wahl» werben. Ihre Wahl-Plakate zieren Slogans wie «Schmiedet Allianzen – Patricia von Falkenstein». Die Farbgebung ist in einer bemerkenswert bunten Mischung aus Rot- und Grüntönen gehalten.

Ausgleich und Allianzen als Leitmotiv

Die Allianzpartner von FDP, CVP, GLP und BDP priesen ihre Kandidatin entsprechend als gewiefte Allianzen-Schmiedin an. FDP-Präsident Luca Urgese zielte dabei auch direkt auf die Konkurrentin und bezeichnete den «guten Leistungsausweis» von Eva Herzog diesbezüglich als «irrelevant». CVP-Präsident Balz Herter strich ihre Fähigkeiten als Teamplayerin heraus, und der Vizepräsident der Basler Grünliberalen, Emanuel Ullmann, zeigte sich überzeugt, dass eine Bürgerliche, die auf Umweltanliegen sensibilisiert sei, im bürgerlichen Lager des eidgenössischen Parlaments mehr Wirkung entfalten könne als jemand von der SP.

BDP-Vize Michel Schiely wiederum stellte sie als eine «Politikerin des Ausgleichs» dar. Laut dem Komitee könne von Falkenstein bereits jetzt auf eine breite parteiübergreifende Unterstützung von über 200 Basler Persönlichkeiten zählen.