Allschwilerweiher

Allschwiler Besetzer harren aus und verhindern das Zumauern der Gebäude

Bei einem Nebengebäude haben Arbeiter Eingang und Fenster zugemauert - nicht so beim besetzten Teil der Anlage.

Bei einem Nebengebäude haben Arbeiter Eingang und Fenster zugemauert - nicht so beim besetzten Teil der Anlage.

Die Besetzer der Schiessanlage in Allschwil wollen bis zuletzt ausharren. Trotz Aufforderung der Polizei sind sie nicht abgezogen. Es gelang ihnen mit friedlichen Mitteln zu verhindern, dass die Anlage zugemauert wird.

Ein Ultimatum der Baselbieter Polizei liessen die Autonomen verstreichen. Sie wurden aufgefordert, bis Montag 18 Uhr die stillgelegte Schiessanlage zu räumen. Am Dienstag um 8.30 Uhr wollten drei Bauarbeiter Fenster und Türen zumauern. Sie wurden von den Besetzern daran gehindert - friedlich. Dazu äussert sich die Polizei nicht. Immobilien Basel-Stadt, die Besitzerin, habe die Bauarbeiter geschickt. «Eine Intervention der Polizei war kein Thema. Die Situation vor Ort war zu keiner Zeit aggressiv», sagt Polizei-Sprecher Meinrad Stöcklin. Die Polizei hoffe nach wie vor auf die Vernunft der Besetzer. Wenn sie den Schiessplatz verlassen, wird die Strafanzeige zurückgezogen. Zum weiteren Vorgehen, wann etwa die polizeiliche Räumung stattfindet, äussert sich die Polizei nicht.

Besetzer gehen nicht freiwillig

Die Besetzer warten auf dem Vorplatz auf die Räumung. Sie versuchen, diese für die Polizei so mühsam wie möglich zu gestalten. Mini-Barrikaden sind aufgestellt. Die etwa zehn anwesenden Besetzer sind keine Jugendlichen, sondern 18 bis 40 Jahre alt. Die meisten sehen müde aus. Viele haben die Nacht durchgemacht. Sie wollen bereit sein, sollte die Polizei aufkreuzen. Auch diese Nacht werden einige wach bleiben. Die Besetzer werden nicht freiwillig gehen. Sie versichern aber, dass ein gewalttätiger Widerstand «blöd» wäre. (jho)

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