Herr Allmandinger, worum geht es in Ihrem Buch «Lückenlos»?

Patrick Allmandinger: Das Buch ist eine Biografie von mir und zeigt die verschiedensten Stationen meines Lebens, sowohl die privaten wie auch die beruflichen. Die Leser sollen einen Blick hinter die Fassade erhalten, den Menschen Patrick Allmandiger jenseits der Kunstfigur Almi kennenlernen. Viele Leute haben das Gefühl zu wissen, wer ich bin, weil sie Almi auf der Bühne oder in der Öffentlichkeit sehen. Das Buch zeigt aber, dass ich nicht nur eine lustige Seite habe. So thematisiert es beispielsweise mein Grosswerden bei meinen Grosseltern oder die Zeit, in der ich bei einem Geldtransport gearbeitet habe und überfallen wurde.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, eine Biographie zu veröffentlichen?

Silvio Panosetti, der schon viel geschrieben hat, kam auf mich zu und fragte mich, ob wir nicht ein Buch über mein Leben schreiben wollen. Er wies mich darauf hin, dass es nicht viele Schweizer Künstler im Comedy-Business gibt, die so lange auf der Bühne stehen wie ich. Also haben wir uns zusammengesetzt und uns über seine Idee unterhalten. Ich fand das Ganze sehr spannend. Ich wollte mein Leben zeigen, mit allen Facetten und allen Ups and Downs. Wir haben rund ein Jahr an dem Projekt gearbeitet, und ich habe wirklich das Gefühl, dass man mich aus dem Buch heraushört. Ich kann mich also durch und durch mit der Biografie identifizieren.

Stichwort Downs: Was meinen Sie damit?

Gerade im Showbusiness gerät man immer wieder an Leute, die einen blenden wollen. So erhielt ich mit ungefähr 40 Jahren die Möglichkeit, ein Hollywood-Video in L.A. zu drehen. Der Produzent beteuerte, dass das Ganze eine tolle Produktion sei und schliesslich gingen wir zusammen nach L.A. Als wir dann das Video abgedreht hatten, gestand der Produzent, dass es gar keine Sponsoren für das Video gab. Mein Manager ist dann für die Kosten aufgekommen. Damals habe ich das nicht hinterfragt. Als Künstler will man nach oben kommen, etwas erreichen. Dann kommt es schon vor, dass man den falschen Menschen vertraut.

Haben Sie jemals daran gedacht, alles hinzuschmeissen?

Nein, auf keinen Fall. Bei jedem Rückschlag, den ich erlebt hatte, schaute ich immer nach vorne. Beispielsweise als mein Vertrag mit dem Circus Knie aufgelöst wurde, fiel mein Manager ins Loch. Ich liess mich aber nicht entmutigen und kreierte das Programm «Almi von Kopf bis Knie». Solche Begebenheiten haben mich erst recht angespornt, etwas Neues zu machen.

Das Buch ist auch etwas ganz Neues. Was versprechen Sie sich davon?

Ich gehe sehr relaxed an die ganze Sache heran. Aber natürlich wäre es toll, wenn viele Leute das Buch kaufen würden. Ausserdem hat mich das Buch inspiriert, ein neues Comedy-Programm auf die Beine zu stellen. Analog zur Biografie heisst es «Lückenlos» und zeigt einzelne Episoden aus dem Buch. Voraussichtlich wird das Bühnenprogramm im Jahr 2019 kommen, jedoch bin ich noch voll eingespannt in die Vorbereitungen für meine Vorfasnachtsveranstaltung. Sobald diese durch ist, kann ich mich dem neuen Programm widmen.