Volksmusik
Alphorn und Jodeln mitten in Basel: Die Markthalle lädt zur Stubete ein

Die Veranstalter der Stubete wollen zeigen, dass Volksmusik auch cool sein kann. Über 30 Formationen musizieren am Sonntag in der Markthalle

Olivia Meier
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Stubete Markthalle
8 Bilder
Etwa 1500 Zuhörer fanden sich in der Markthalle ein.
Dieses Jahr haben sich mehr als 30 Formationen angemeldet.
Nicht nur das klassiche Hackbrett...
...oder das Örgeli waren letztes Jahr mit dabei.
Auch spezielle Formationen aus verschiedenen Ländern tanzten und musizierten in der Markthalle.
Auch dieses Jahr kann man zur Musik ein gutes Essen geniessen...
... die Foodstände der Markthalle sind während der Stubete geöffnet!

Stubete Markthalle

zvg

Ältere Herren, die mit dem Örgeli oder dem Kontrabass in einer heimeligen Beiz sitzen und zusammen musizieren. Dieses Bild der Volksmusik wollten die Musiker der Gruppe Sulp brechen. Deshalb organisierten sie eine Stubete in der Markthalle. Wo jeder auftreten kann, und wo es auch einmal drunter und drüber gehen darf. Damit haben Matthias Gubler, Hannes Frankhauser und Simon Dettwiler Erfolg. Zum zweiten Mal treffen sich am Sonntag Musiker und Musikerinnen aus der ganzen Schweiz, um gemeinsam die Volksmusik hoch leben zu lassen.

Bei der Stubete gibt es wenige Vorgaben. «Das Schöne an der Stubete ist, dass nicht alles perfekt sein muss. Das ist auch das, was mich an der Volksmusik fasziniert. Menschen, die zusammen Musik machen und glücklich dabei sind.» Veranstalter und Mitglied von Sulp Simon Dettwiler freut sich bereits auf den Tag. Bis jetzt haben sich über 30 Formationen angemeldet – zirka 180 Musikanten. Auftreten werden wahrscheinlich einige mehr: «Es gibt auch Einzelpersonen oder Duos, die sich am selben Tag noch anmelden und dann irgendwo eingeteilt werden. Es ist wunderschön, zu sehen, wie so ganz verschiedene kleine Konzerte entstehen», beschreibt Dettwiler das scheinbar bunte Treiben am Tag der Stubete.

Lustig und lässig

Unter den Angemeldeten sind d Chirsichratte, die Örgelimusik vorzeigen werden. Jüützgis wird ihren «transalpinen Naturjodel» zum Besten geben und das Basler Sicherheitsorchester wird mit internationaler Blasmusik laute Töne durch die Markthalle jagen. Stefan Schuppli vom Basler Sicherheitsorchester freut sich auf die Stubete und spricht freudig über die Letzte: «Es ist einfach eine super Mischung zwischen Allem. Letztes Jahr war es extrem lässig und lustig und ich bin mir sicher, dass das Angebot auch dieses Jahr wieder sehr vielfältig sein wird und die Leute begeistert aus der Markthalle gehen werden.»

Unter den angemeldeten Gruppen sind auch viele Jüngere. Für sie haben die Veranstalter extra ein Kinder- und Jugendprogramm ins Leben gerufen. «Dort können sich junge Musiker treffen und zusammen musizieren.» Viele von ihnen seien zu ersten Mal bei so einer Stubete dabei. Doch auch nur ein kleiner Teil der Erwachsenen sind Profis. «Die Meisten haben einfach Spass an der Musik und das macht unsere Stubete so toll», so Dettwiler. Aber nicht nur die Musiker sollen sich an dem Tag völlig ausleben können. Jede halbe Stunde wird dem Publikum eine Choreografie vorgezeigt, die sie dann munter und fröhlich nachtanzen dürfen. Im letzten Jahr hat das gut funktioniert, wie Dettwiler sagt: «Letztes Jahr waren ungefähr 1500 Leute in der Markthalle.

Auch viele Personen, die zufällig vorbei kamen, fanden Spass an der Volksmusik.» Es sei viel getanzt worden. Die Foodstände werden geöffnet sein. Während man also dem schnellen Örgeli lauscht oder die flotte Blasmusik auf sich wirken lässt, kann man sich ein thailändisches Pad Thai genehmigen oder sich mit einem Wasserbüffelburger stärken.

Begeistert spricht Dettwiler über den geplanten Höhepunkt: «Beim grossen Finale der Stubete möchten wir alle integrieren! Zuschauer und Musikanten sollen zusammen musizieren, tanzen und die Volksmusik geniessen.»