Vor 63 Jahren im Januar 1954: «Da war fast kein Durchkommen mehr. Am 4. Februar war das Kleinhüninger Hafenbecken zugefroren», heisst es auf dem Staatsarchiv-Blog. Nebst der eigentlichen Vereisung habe sich zusätzlich Treib- und Grundeis gestaut, das den Rhein herunterströmte.

Bei Kaiseraugst war der Strom fast über die ganze Breite zugefroren. Minus 22 Grad Celsius seien damals in Basel gemessen worden. «Dennoch lag die Schifffahrt damals nicht auf Eis. Mit Booten gelang es immer wieder, das Eis soweit aufzubrechen, dass Schiffe im Hafen ein- und ausfahren konnten», wissen die Archivare aus dieser Zeit zu berichten. Dass ein solches Bild heute nicht mehr vorstellbar sei, habe weniger mit dem Klimawandel, als vielmehr mit den Abwässern aus Städten und Kernkraftwerken zu tun, die den Rhein ganzjährlich erwärmen.

Mit diesem Beitrag aus der Vergangenheit startet das Staatsarchiv eine neue Online-Serie. Die bz übernimmt in unregelmässigen Abständen Beiträge aus dem Staatsarchiv-Blog.