Im Volksmund sagt man: «Jetzt seichts sogar no vo unge ufe!» Doch als nach einer Stunde Warten im strömendem Regen Yoichiro Kakitani endlich auftaucht, geht für die japanischen Journalisten die Sonne auf. Sie zücken ihre Kameras und Handy und verfolgen den 24-jährigen auf Schritt und Tritt. Nicht einmal die Regenjacke kann sich Kakitani in Ruhe überziehen – drei Objektive kommen ihm dabei gefährlich nahe.

Goldene Ballerinas im matschigen Rasen? Diese japanische Journalistin vergisst für Kakitani ihr edles Schuhwerk.

Goldene Ballerinas im matschigen Rasen? Diese japanische Journalistin vergisst für Kakitani ihr edles Schuhwerk.

Heute ist in Basel Kakitani-Tag. Am Vormittag wurde das eigentlich geschlossene FCB-Training 20 Minuten für Medien und Fans geöffnet, damit diese einen Blick auf den Neuzugang werfen konnten. Handgezählte neun Journalisten aus Japan sind nach Basel gekommen, um ihre Eindrücke in die Heimat zu senden.

Das Morgentraining des FC Basels fand in strömendem Regen statt.

Das Morgentraining des FC Basels fand in strömendem Regen statt.

Bald wird man im fernen Osten lesen können, dass Kakitani von seinen neuen Teamkollegen «Kaki» gerufen wird und dass die Passübung zu Beginn des Trainings fehlerfrei absolvierte. Banalitäten – aber in Japan brennen die Leute auf News von ihrem Superstar, seien sie noch so belanglos.

Nach 20 Minuten ist der Spuk vorbei – der extra aufgebotene Sicherheitsschef des FC Basel schliesst die Tore und die Japaner verziehen sich schleunigst ins Trockene. Kakitani muss noch weiter im Regen ausharren, bis das Training zu Ende ist. Am Nachmittag präsentiert er sich dann frisch geduscht an einer Pressekonferenz und wird von seinen persönlichen Eindrücken der ersten Tage in Basel erzählen. Interessierte können die Pressekonferenz ab 14 Uhr live auf www.fcb.ch verfolgen.