Die rund zwei Dutzend Kundgebungs-Teilnehmer waren mit einem Megaphon ausgerüstet. Weit über den Bankenplatz hinaus war die Stimme des Speakers zu hören. Er kommentierte in hoher Lautstärke den Tennismatch. 

Die Demonstration richtete sich gegen die Credit Suisse. Laut Flugblättern, die Demonstranten an Passanten verteilten, fliesst Geld der Grossbank in den Bau von Öl-Pipelines und in den Abbau von Teersand. «Wir machen mit unserer Aktion auf die katastrophale Investitionspolitik der Credit Suisse aufmerksam und nehmen dabei den Botschafter Roger Federer ins Visier.»

Roger Federer ist Werbepartner der CS

Es erscheine zynisch, dass sich der Tennisspieler für die Promotionszwecke der CS «vor den Karren spannen» lasse, gleichzeitig jedoch eine eigene Foundation unterhalte, die sich für arme Kinder in Afrika einsetze. Genau jene Kinder seien es, «die oft als erste unter den Folgen des Klimawandels leiden.»

Die CS und die UBS würden mehr Geld in fossile Brennstoffe investieren als alle Banken in Italien, Deutschland, Spanien und Holland zusammen. Von Federer verlangten die Demonstranten, dass er zum «Champion des Klimas» werde. Er solle sich von den Akteuren, die das Klima zerstören, distanzieren. 

Organisiert wurde der Tennismatch von Climate Games. Die Bewegung war in Basel bereits mit anderen Aktionen aufgefallen. So verfärbten Aktivisten das Wasser von öffentlichen Brunnen grün. Laut Tweets von Climate Games gab es am Dienstag ähnliche Aktionen mit den Roger-Federer-Masken in Lausanne und Genf. 

Verkehr nicht beeinträchtigt

Die Kundgebung endete kurz nach 1 Uhr. Die Polizei schritt nicht ein. Es sei kein Gesuch für die Veranstaltung eingegangen, sagt die Kantonspolizei Basel-Stadt auf Anfrage. Man habe die Aktivisten gewähren lassen, da keine Beeinträchtigung des Verkehrs bestanden habe, die Gruppe relativ klein gewesen sei und sich die Kundgebung auch rasch wieder aufgelöst habe.