Ehrung
Also sprach die Jury ihm den Nietzsche-Preis zu

Professor Wolfram Groddek wird in Basel, wo er lange lehrte, der internationale Nietzsche-Preis verliehen.

Marc Krebs
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Der Preisträger Wolfram Groddeck.

Der Preisträger Wolfram Groddeck.

zvg

Der Literaturwissenschaftler Wolfram Groddeck wird heute Abend im Stadthaus Basel mit dem Internationalen Friedrich-Nietzsche-Preis für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Groddeck habe sich auf seinen Forschungsfeldern in ganz herausragender Weise um die interpretatorische und editorische Erschliessung der Werke Nietzsches verdient gemacht, teilt die Nietzsche-Gesellschaft mit.

Der 1949 geborene Groddeck war zwischen 1993 und 2006 Extraordinarius für Editionswissenschaft, Textkritik und Rhetorik an der Universität Basel. Ab 2006 lehrte er neuere deutsche Literatur an der Universität Zürich.

Der Internationale Friedrich-Nietzsche-Preis wird von einer siebenköpfigen Jury ermittelt und ist mit 15 000 Euro dotiert, die Verleihung findet heute Freitag im Basler Stadthaus statt (18 Uhr). Die Auszeichnung wird alle zwei Jahre vergeben, zuletzt hatte sie Martin Walser erhalten. Hinter dem Preis stehen die deutsche Friedrich-Nietzsche-Stiftung (Naumburg a. d. Saale) sowie die Elisabeth Jenny-Stiftung (Riehen) in Zusammenarbeit mit der Stadt Naumburg, der Bürgergemeinde Basel sowie der Nietzsche-Gesellschaft.

Der Philosoph Friedrich Nietzsche (1844-1900) verbrachte seine Kindheit im preussischen Naumburg. Im Alter von 24 Jahren wurde er an die Universität Basel berufen, wo er schliesslich zehn Jahre lang unterrichtete. Gekommen war er der Philosophie wegen, den Lehrstuhl hat ihm die Universität Basel aber nie gegeben. Stattdessen unterrichtete Nietzsche an der Uni Basel klassische Philologie und lehrte am heutigen Gymnasium am Münsterplatz.