Grosser Rat
Alternative für Feuerwerke: Basler Regierung wird mit Suche beauftragt

Der Grosse Rat stimmte mit deutlicher Mehrheit für einen Vorstoss der Grünen, der die Ausarbeitung von weniger umweltschädlicheren Feierlichkeiten anstelle von Feuerwerken forderte.

Silvana Schreier
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Bisher Tradition: Regierung soll sich Alternativen für das Feuerwerk überlegen.

Bisher Tradition: Regierung soll sich Alternativen für das Feuerwerk überlegen.

Juri Junkov/bz-Archiv

Der Basler Grosse Rat behandelte am Donnerstag einen Anzug von Grünen-Grossrat Thomas Grossenbacher. Der Vorstoss fordert den Regierungsrat dazu auf, «die Weichen für eine fortschrittliehe und zeitgemässe Gestaltung des Nationalfeiertags, ohne lautes und umweltschädliches Feuerwerk zeitnah» zu stellen. Zudem soll das Abfeuern von lautem Feuerwerk für Private zeitlich auf einen Tag und auf zwei Stunden beschränkt werden.

Die Forderung kam bei den Bürgerlichen nicht allzu gut an. SVP-Grossrat Lorenz Amiet sagt: «Ich habe kein Verständnis für die Forderung, das Abfeuern auf zwei Stunden zu beschränken. Und überhaupt kein Verständnis habe ich für die Abschaffung des grossen Feuerwerks der Stadt.» Falle das öffentliche Spektakel weg, gebe es automatisch mehr im privaten Bereich. Amiet: «Das konnte ich dieses Silvester sehen.» Thomas Müry von der LDP war der Meinung, der Vorstoss sei «eine Spassbremse».

«Wir dürfen schlauer werden»

Grünes Bündnis und SP stellten sich erwartungsgemäss hinter den Anzug. «Es geht um eine Weiterentwicklung des Spektakels», sagte Sozialdemokratin Sasha Mazzotti. Und Grünen-Grossrätin Michelle Lachenmeier meinte: «Auch wenn wir es schon immer so gemacht haben, dürfen wir schlauer werden und etwas ändern.» Laut Grossenbacher zeigen bereits andere Städte, dass es Alternativen gibt. LED-Drohnen oder Laser-Shows kämen ohne Abfall und ohne Feinstaubbelastung aus.

Der Grosse Rat stimmte dem Anzug Grossenbachers mit 61 Ja-Stimmen gegen 28 Nein-Stimmen bei 2 Enthaltungen zu und überwies ihn damit an den Regierungsrat.