Basel
Älteste Moschee der Schweiz muss aus der Kaserne ausziehen – aber wohin?

Seit 43 Jahren besteht die Moschee auf dem Kasernenareal in Basel. Sie ist die älteste der Schweiz. Nun muss sie allerdings umziehen, wohin ist noch nicht klar. Aufgrund der Sanierung muss die Moschee raus, ein Ersatzraum ist noch nicht gefunden.

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Die Räumlichkeiten in der Kaserne müssen saniert werden. Darum muss die älteste Moschee der Schweiz nun ausziehen. (Archivbild)

Die Räumlichkeiten in der Kaserne müssen saniert werden. Darum muss die älteste Moschee der Schweiz nun ausziehen. (Archivbild)

Kenneth Nars

Der Kanton Basel-Stadt möchte den Dachstock, in dem sich die Moschee eingerichtet hatte, sanieren und anschliessend als Lagerraum nutzen. Und dies bereits im Sommer 2015. Eine Weiterführung der bisherigen Nutzung sei danach aus feuerpolizeilichen Gründen ausgeschlossen, sagt Thomas Kessler, Leiter der Stadtentwicklung, gegenüber der «Tageswoche».

Die Betreiber der Moschee sind über diesen Entscheid nicht erfreut. Obwohl sie noch keine schriftliche Kündigung erhalten hätten, sind sie bereits auf der Suche nach neuen Räumlichkeiten. Denn auf dem Kasernenareal hat es laut Kessler keinen anderen Platz für die Moschee. Der Kanton hat eine ehemalige Garage am Claragraben angeboten. Diese würde mit ihrem Mietpreis von über 20'000 Franken pro Monat das Budget der Moschee-Betreiber bei Weitem übersteigen.

Von verschiedenen Kirchen hat die Moschee bereits Unterstützung zugesichert bekommen. Die Suche nach einem neuen, zentralen und zahlbaren Ersatzraum ist also noch nicht beendet.