An den beiden Paraden von Freitag (16 Uhr) und Samstag (12 Uhr) nehmen je rund 30 Schiffe teil, wie die Schweizerischen Rheinhäfen am Donnerstag mitteilten. Neben Gütermotorschiffen, Schleppbooten und dem Feuerlöschboot «Christophorus» wird auch das erste mit Flüssigerdgas angetriebene Container-Schiff dem Publikum präsentiert.

Die Schiffe starten jeweils ennet der Grenze im deutschen Weil am Rhein und fahren zur Dreirosenbrücke in Basel. Danach legen sie im Hafen an, wo sie auch besichtigt werden können.

«Merlin» noch nicht geborgen

Zu sehen ist auch das Anfang August verunfallte Kiessschiff «Merlin». Das 52 Meter lange Schiff liegt weiterhin kieloben beim Dreiländereck. Wann es geborgen werden kann, ist noch immer offen.

Offiziell eröffnet wird das Hafenfest am Freitagabend von Bundesrätin Doris Leuthard. Zu den drei Festtagen erwarten die Organisationen je 30'000 Besucherinnen und Besucher, wie ein Sprecher der Rheinhäfen sagte. Dem Publikum wird nicht nur ein Einblick in die Rheinschifffahrt geboten, sondern auch ein vielfältiges Unterhaltungsprogramm unter anderem mit zwei Openairs.

Letztes Hafenfest vor zehn Jahren

Das letzte Hafenfest liegt zehn Jahre zurück. Anlass war damals das Jubiläum «100 Jahre moderne Rheinschifffahrt bis Basel». Mit der Neuauflage des Festes wollen die Schweizerischen Rheinhäfen und ihre Partner die Bedeutung der grössten Logistikdrehscheibe der Schweiz einer breiten Öffentlichkeit bekannt machen.

In den Schweizer Rheinhäfen in Basel, Birsfelden und Muttenz, auf denen nahezu hundert Firmen tätig sind, werden mehr als zehn Prozent der Schweizer Importe umgeschlagen. 2013 wurde bei den Containern ein Rekordumschlag von 104'945 TEU-Einheiten erzielt. Dagegen ging der gewichtsmässige Umschlag um 5,3 Prozent auf 6,8 Millionen Tonnen zurück.

Um den ständigen Containerverkehr bewältigen zu können, ist in Basel ein drittes Hafenbecken geplant. Im neuen trimodalen Terminal Nord sollen die Verkehrsträger Schiff, Bahn und Lastwagen verknüpft werden. Noch offen ist derzeit die Frage, ob in und in welchem Umfang sich der Bund am Projekt beteiligen wird.