Coronavirus

Am Rheinbord drohen schon die Gitter: Gibts an Ostern einen Volksaufmarsch, wird das Basler Ufer abgesperrt

Die Absperrgitter stehen schon bereit. Versammeln sich die Baslerinnen und Basler während schöner Ostertage am Rhein, dann werden sie eingesetzt und das Ufer gesperrt. Die meisten würden sich an die Regeln halten, so der Kanton, dennoch wird zurzeit rigoros gebüsst.

Die Basler Polizei bereitet schärfere Massnahmen vor im Kampf gegen die Verbreitung des Coronavirus. Mit Blick auf die Ostertage und das gute Wetter ist auch eine Sperrung von Naherholungszonen ein Thema. Im Fokus sind vor allem das Rheinufer und mehrere Pärke. An mehreren Orten stehen schon die Absperrgitter bereit. Zu dieser Massnahme haben bereits Zürich und Luzern gegriffen, welche beide Teile des Seeufers abgesperrt haben.

Marco Greiner, Sprecher des kantonalen Krisenstabs, bestätigt die Vorbereitungsarbeiten. Aktuell sei der Standpunkt der Verantwortlichen weiterhin, dass man auf das Verantwortungsbewusstsein der Bevölkerung setze. «Die Baslerinnen und Basler halten sich bisher gut an die Vorschriften», sagt Greiner. «Aber die Lage wird laufend beobachtet und analysiert. Falls nötig müsste man verschärfte Massnahmen ergreifen.» Entsprechend seien Vorbereitungen getroffen worden, damit die Behörden schnell reagieren können.

Schon fast 500 Ordnungsbussen in Basel verteilt

Dass sich die Lage verändert hat, zeigen auch die steigenden Bussenzahlen der Basler Polizei. Waren in den ersten Wochen nur wenige Dutzend Übertretungen gegen die Bundesvorschriften geahndet worden, so stieg die Zahl vergangenes Wochenende auf rund 200 Bussen à je 100 Franken. Stand gestern hat die Kantonspolizei insgesamt 475 Ordnungsbussen ausgestellt, «mehrheitlich, weil die fehlbaren Personen den Mindestabstand nicht beachtet haben», wie Sprecher Martin Schütz erläutert. Die Praxis sei aber nicht verschärft worden. Seit Beginn der Krise lege man grossen Wert auf Information und Prävention. «Die Polizistinnen und Polizisten sprechen Personen an, die sich nicht an die Auflagen halten», sagt Schütz.

Die meisten der angesprochenen Personen würden verständnisvoll reagieren. «Jene Personen, die sich uneinsichtig und unbelehrbar zeigen, werden konsequent gebüsst.» Wie kommuniziert seien die Polizistinnen und Polizisten seit vergangenem Wochenende verstärkt präsent an jenen Örtlichkeiten, die bei schönem Wetter zum Verweilen locken. «Das werden wir auch über die Ostertage so handhaben», so der Polizeisprecher.

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