Fasnacht

An de drey scheenste Dääg ischs dr Phrasesau seiliwool

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Die Fasnacht markiert den Abschied von der Völlerei und der Beginn der Fastenzeit. Darum hauen alle noch einmal richtig rein. Auch die Kasse auf der Redaktion, in die bezahlen muss, wer Phrasen drischt.

Wenn irgendjemand ein Fasnächtler ist, der eben kein Fasnächtler ist, dann ist das nicht der oft bemühte Petrus, sondern es ist das Phrasenschwein. Oder im Fall der bz-Redaktion das Phrasenkässeli.

Jene kleine Metallbox, in die einbezahlen muss, wer Phrasen drischt, Plattitüden häuft und Binsenwahrheiten in die Zeitung schreiben will. Nie kann das Kässeli dermassen der Völlerei frönen, wie an der Fasnacht.

Da tummeln sich auf allen Kanälen und in allen Kommentaren  die «leuchtenden Kinderaugen», die «ruessenden Tambouren», die «jubilierenden Piccolos» und eben, «Petrus ist ein Fasnächtler». Der vermutlich auch noch «eine Nase voll Fasnachtsluft» einatmet, nachdem das «Fasnachtsfieber gestiegen» ist und sich «Frau Fasnacht herausgeputzt» hat.

Gefeit davor ist niemand, auch wir nicht, vor allem nicht, wenn «in der Hitze des Gefechts» «unter Hochdruck gearbeitet» wird.

In diesem Sinne, «frohes Schaffen» liebe Kolleginnen und Kollegen und «E Guete», liebes Phrasenschwein.

Autor

Nicolas Drechsler

Nicolas Drechsler

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