Riehen

An der Gribi-Metzgete wurde für einen guten Zweck geschlemmt

Alles was in der Basler Bauwirtschaft und anverwandten Orten von Rang und Namen ist, trifft sich einmal im Jahr am selben Ort: In der Reithalle des Riehener Wenkenhofs. Die Wohltätigkeitsveranstaltung fand am Dienstagabend zum 36. Mal statt.

270 000 Franken. Noch nie kam an einer Gribi-Metzgete mehr Geld zusammen. Zahlreiche gemeinnützige Organisationen werden bedacht werden. Welche genau, stellt sich Ende Januar heraus. Nach einem neuen Spendenrekord sah es am Dienstagabend zunächst nicht aus. Die Versteigerung eines Nachtessens für 14 Personen beim berühmtesten Basler Kolumnisten und Hobbykoch Minu war schon nach zwei Geboten und 17 000 Franken zu Ende. Im vergangenen Jahr ging das üppige und vor allem üppig dekorierte Mahl noch für 23 000 Franken weg. Dafür aber wurden Lose gekauft wie selten. Das Säckchen à fünf Lose war mit 200 Franken zwar nicht ganz günstig, aber lumpen liess man sich dennoch nicht. Und von den 36 Tischen, an denen das währschafte (und vorzügliche) Menu mit Blut- und Leberwürsten, Schweinshaxen und der Delikatessen mehr eingenommen wurde, wurden 30 gesponsert. 10 000 Franken mussten jene hinblättern, die sich und ihren Gästen Gutes tun wollten. 500 Franken kostete der Einzeleintritt. Urs G. Gribi ist mit dem Ergebnis überaus zufrieden.

Die Gribi-Metzgete entstand vor 36 Jahren als vorweihnachtliches Mittagessen einiger Bauunternehmer, das vor allem einen Zweck hatte: übers Jahr ausgebrochene grössere und kleinere Streitigkeiten beizulegen —bevor daraus Anwaltsfutter werden konnte. Weil man mit dieser Chropfleerete auch Geld sparen konnte, spendete jeder Teilnehmer einen rechten Batzen für einen guten Zweck. Im Verlaufe der Zeit wurde daraus ein immer grösserer Anlass mit einer immer grösseren Spendensumme, wie alt Regierungsrat Carlo Conti zu erzählen wusste. Von der Chlus in Aesch wechselte man erst ins Bottminger Schloss, bevor man schliesslich in der Reithalle des Wenkenhofs eine dauerhafte Heimat fand. 390 Personen, so viele waren am Dienstagabend dabei, brauchen schliesslich Platz. Die vielen Männer und nicht so vielen Frauen genossen den zunehmend feucht-fröhlichen Anlass, der von Dani von Wattenwyl so lange moderiert wurde, wie er beim ansteigenden Lärmpegel noch gehört wurde. Denn alle wussten: Auf den Limousinenservice ist Verlass.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1