Kronleuchter hängen an den drapierten Zeltdecken, zwischen den Ständen hat es Stehtische und Wasserspender. Es riecht nach Korken und Damenparfum, es ist angenehm warm, den Regen hört man dennoch. «Das Zelt ist dicht», versichert der Messeleiter Walter Ingold lachend.

Mehr Platz für mehr Besucher

Die Weinmesse Basel von Coop findet dieses Jahr zum siebten Mal statt. «Da wir immer mehr Besucher haben, brauchten wir mehr Platz», sagt Ingold. Ein neuer Standort wurde in Erwägung gezogen und es kam zu Verhandlungen mit der Messe Schweiz. «Vor Vertragsabschluss kam es zu einer Absage», erzählt Ingold. Er glaube, dass die Weinaussteller der Muba Druck gemacht haben könnten. «Durch die Absage waren wir mit unserer Suche wieder am Anfang», sagt Ingold. Erst relativ kurzfristig sei die Idee mit dem Zelt gekommen. «Unsere Ausstellungsfläche hat sich um die Hälfte vergrössert», sagt Ingold zufrieden.

Zudem sei das Schützenhaus der ideale Standort, da etabliert und gut vom öV erschlossen. «Nächsten Frühling wird die zweite Weinmesse Basel ebenfalls hier stattfinden», verrät der Messeleiter. Angepriesen werden an der Messe Weine aus Europa und Übersee. Sie stammen aus dem Sortiment von Coop. Der Detailhändler bietet schweizweit die grösste Auswahl. Die Stände sind nach Herkunft geordnet. Rotweine aus der Schweiz, Österreich, Frankreich, Spanien, den USA und Australien werden von fachkundigem Personal angeboten und empfohlen.

Weine aus Portugal im Trend

In einer speziellen Vitrine sind die Weine aus der Biolinie Coop Naturaplan ausgestellt. «Die Marke feiert in diesem Jahr ihr 20-Jahr-Jubiläum», erklärt Stephanie Weiss, Mediensprecherin von Coop Nordwestschweiz. Viel Aufmerksamkeit zieht die Präsentation des Gastlandes auf sich. «Portugiesische Weine sind sehr im Trend», sagt Ingold. Sie würden sich bei der Kundschaft an grosser Beliebtheit erfreuen. «Schön ist, das in Portugal nicht nur beliebte Rebsorten angepflanzt, sondern auch lokale Besonderheiten gepflegt werden.»

Schwieriger Jahrgang

Wem der Sinn nach sehr exklusiven Weinen steht, wird am Stand 22 fündig. Unter dem Namen Weltklasse finden sich hier Raritäten, die man nicht degustieren kann. Die teuerste Flasche im Angebot ist die «Château Lafite Rothschild Premier Cru Classé Pauillac AOC». Eine Flasche kostet mit 20 Prozent Messerabatt 1400 Franken. Ob aus der diesjährigen Ernte wieder so teure Weine produziert werden, ist noch nicht klar. «Tendenziell war das Jahr wettermässig für guten Wein schwierig», sagt Ingold. Was es braucht, um diesen herzustellen, erklärt er gerne: «Gutes Terrain, das richtige Wetter und erfahrene Winzer mit Passion.»

Weinmesse Basel, Restaurant Schützenhaus, bis zum 20. Oktober, Eintritt 10 Franken, mit der Coop Supercard gratis