Nicht nur für den erfolgreichen Direktor muss das Theater Basel eine Nachfolge suchen, sondern auch für den Verwaltungsratspräsidenten: Samuel Holzach sagte gestern, dass er schon länger beschlossen habe zurückzutreten. Holzachs grosse Aufgabe wird sein, eine Findungskommission einzusetzen, um die künstlerische Leitung neu zu besetzen. Er bedauerte im Namen des Verwaltungsrats sehr, dass Andreas Beck seinen Vertrag nicht verlängern wollte, auch nicht um zwei, drei Jahre.

Becks Entscheid wird auch von den jeweiligen Regierungsrätinnen, die in den beiden Basel für die Kultur zuständig sind, mit Wehmut aufgenommen.

Lob aus der Politik

«Er hat während seines Wirkens die Attraktivität des Theaters gesteigert und damit massgeblich zum guten Ruf beigetragen», sagt die Baselbieter Regierungsrätin Monica Gschwind auf Anfrage.

Auch die Basler Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann ist des Lobes voll: «Er hat in Basel hervorragende Arbeit geleistet und insbesondere der Sparte Schauspiel wieder eine neue Strahlkraft verliehen, dabei aber die Oper und das Ballett keineswegs vernachlässigt», so Ackermann. «Mit seinem Glauben ans Ensemble-Theater hat er das Theater Basel zu neuen Höhen geführt.» Als grosser Fan von ihm freue sie sich nun zunächst auf die verbleibende Zeit seines Engagements am Theater Basel.

Und diese verbleibende Zeit ist vielversprechend, denn die neusten Zahlen bestätigen den Aufwärtstrend des Dreispartenhauses. Die Auslastung konnte in der Saison 2016/17 von 65,1 auf 68 Prozent verbessert werden, 172 000 Zuschauer wurden gezählt. Die Besucherzahlen der laufenden Saison seien noch besser, wie Andreas Beck mitteilte. Aktuell sei die Auslastung noch einmal um 15 Prozent höher als vor einem Jahr.