Der Lörracher Landtagsabgeordnete Josha Frey (Grüne) setzt sich dafür ein, dass Güterzüge, die Gefahrengut transportieren, bewacht werden müssen.

Hintergrund sind mehreren Havarien, die in den letzten Monaten auf der Rheintalschiene nördlich von Basel geschahen und die Bevölkerung verunsichern würden.

Erst am 18. Dezember 2017 beschlagnahmte die deutsche Polizei in Weil am Rhein einen Kesselwagen, aus dem Methylmethacrylat troff. Bereits kurze Zeit später trat am 4. Januar 2018 im Rangierbahnhof Weil giftige Flüssigkeit aus. Der betroffene Güterzug war unterwegs in die Schweiz.

Camion darf auch nicht unbewacht herumstehen

Frey kritisiert, dass Güterzüge mit Gefahrengütern teilweise über mehrere Tage auch in der Nähe von Wohngebieten stehen. «Ein LKW mit Dichlorbenzol kann auch nicht einfach ohne Fahrzeugführer irgendwo tagelang abgestellt werden. Das gleiche muss für die Deutsche Bahn gelten», schreibt er in einer Medienmitteilung.

Kontakte mit dem deutschen Eisenbahnbundesamt und dem Bundesverkehrsministerium, die er in den letzten Monaten zusammen mit Kollegen aus der grünen Bundestagsfraktion gehabt habe, hätten bisher nichts gebracht. Frey hofft nun, dass die Begleitgruppe zur Rheintalbahn auf ihrer Sitzung am kommenden Freitag Antworten zum Sicherheitsmanagement gibt. Die 182 Kilometer zwischen Karlsruhe und Basel werden auf vier Spuren ausgebaut.

Die Gefahrentransporte sorgen auch in der Schweiz für Diskussionen. So kritisiert der Kanton Basel-Stadt, dass die Risiken beim Bau des neuen dritten und vierten Gleises im Badischen Bahnhof nicht genügend berücksichtigt werden. Der Bundesrat hingegen hält das Risiko für tragbar.