Coronavirus

Angst vor hohen Geldstrafen wegen Corona-Verstössen in Basel

In Basel kursieren Gerüchte über Bussen bei Verstössen gegen die Corona-Regeln. (Symbolbild)

In Basel kursieren Gerüchte über Bussen bei Verstössen gegen die Corona-Regeln. (Symbolbild)

Gerüchte über Bussen wegen Corona-Verstössen halten sich hartnäckig. Angeblich sollen Betriebe hohe Bussen erhalten haben, da sie sich nicht an die Hygiene- und Schutzmassnahmen hielten.

Wenn die Verunsicherung gross ist, brodelt es bekanntlich in der Gerüchteküche. Zur Wiedereröffnung der Restaurants und Dienstleistungsbetriebe wurden neue Hygiene- und Schutzmassnahmen eingeführt. Schon in den ersten Tagen nach dem Ende des Coronalockdown erzählte man sich in Basel, dass einzelne Betriebe hohe Bussen erhalten hätten, weil sie gegen die Vorschriften verstossen hätten. So sei etwa ein Laden in der Feldbergstrasse betroffen gewesen, weil sich mehr als fünf Leute draussen aufgehalten hätten.

Ähnlich klingt es im Baselbiet. Da erzählt man sich etwa in der Gastroszene von mehreren Betrieben, die wegen Verstössen gegen die Coronaschutzmassnahmen bis zu 3500 Franken hinblättern mussten. Nun stellen die Behörden beider Kantone klar: alles Quatsch. Möglicherweise war es aber genau die Angst vor einem zusätzlichen finanziellen Schaden, der zur grossen Disziplin bei der Einhaltung der Schutzkonzepte führte.

Beide Kantone setzten auf Nachbesserungen

Wie Nicole Hostettler vom Basler Amt für Wirtschaft und Arbeit am Dienstag der bz gegenüber bestätigt, sind im Stadtkanton bereits über 1300 Betriebe kontrolliert worden. Nicht nur Restaurants und Bars, auch Geschäfte anderer Branchen wie Coiffeursalons und Boutiquen wurden dabei überprüft. «Wir haben noch keine einzige Busse verteilt», sagt Hostettler. Zweck der Richtlinien des Bundesamtes für Gesundheit sei es, den Schutz von Personal und Gästen sicherzustellen. Daher mache wenn nötig eine Betriebsschliessung viel mehr Sinn als eine Busse. Bisher mussten aber erst drei Betriebe vorübergehend geschlossen werden.

Obwohl im Baselbiet breit kontrolliert wurde, heisst es auch hier: «In Baselland wurden bis anhin keine Bussen ausgesprochen». Laut Mediensprecher Rolf Wirz von der Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion wurden in 68 von insgesamt 751 Fällen Nachbesserungen angeordnet. Da diese stets umgesetzt worden seien, habe man bisher keine Betriebe schliessen müssen.

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