Basel

Anhaltend hohe Auslastung der Suchthilfe in Basel-Stadt auch 2011

UPK Basel-Stadt

UPK Basel-Stadt

Die Auslastung der Suchthilfe in Basel-Stadt ist 2011 auf hohem Niveau stabil geblieben: Das geht aus dem neuesten Monitoringbericht über den Suchtbereich im Kanton hervor, wie das Gesundheitsdepartement am Dienstag mitteilte.

Der Monitoringbericht wurde im Auftrag des Interdepartementalen Führungsgremiums Sucht (IFS) von der Abteilung Sucht der Gesundheitsdienste erstellt. Er ist der bisher dritte: Ziel sei, «mit der fortlaufenden jährlichen Veröffentlichung eine möglichst bedarfsgerechte, flexible und zeitnahe Steuerung des Suchthilfsangebots (...) zu gewährleisten», heisst es in der Mitteilung.

Gemäss dem Bericht 2012 wurden im vergangenen Jahr in den Beratungsstellen 2421 (Vorjahr: 2706) Personen betreut. Geführt wurden dabei 12'099 (11'481) Beratungsgespräche. In den Einrichtungen mit substitutionsgestützter Behandlung (Methadon oder Heroin) wurden 1140 (1116) Personen behandelt.

Im Zentrum für Abhängigkeitserkrankungen der Universitären Psychiatrischen Kliniken (UPK) wurden 720 (Vorjahr: 761) Personen stationär behandelt. 65 (65) Personen befanden sich in Therapieeinrichtungen des Kantons (Spektrum, Stadtlärm, Gilgamesch); davon kamen 25 aus Basel-Stadt selbst und 45 aus der übrigen Schweiz.

Im Schadensminderungsbereich zählten die drei Basler Kontakt- und Anlaufstellen 2011 pro Öffnungszeit im Mittel 213 (2010: 212) Besuchende. Zusammenfassend habe es 2011 keine signifikanten Veränderungen bei der Zahl der Klientinnen und Klienten im ambulanten und bei der Belegung im stationären Bereich gegeben.

Blick auf weitere Themen

In Bezug auf den Suchtmittelkonsum beschränkt sich der Bericht auf Alkohol, Heroin, Kokain und Cannabis; hinzu kommt die Glücksspielsucht. Ausser den Kennzahlen zur Nutzung des Hilfsangebots enthält er auch Angaben zur Prävention und Repression.

Bei den aktuellen Themen der Suchtpolitik wird auch ein Projekt von Gesundheitsdiensten und UPK über neue Anhängigkeitserkrankungen wie unkontrollierbares Glücksspiel, exzessiver PC- und Internetkonsum oder Kauf- und Sexsucht erwähnt. Am Bericht mitgewirkt haben weitere Departemente, die Staatsanwaltschaft, die UPK und private Institutionen.

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