Fusionsabstimmung
Anita Fetz: «Damit ist das Thema für die nächsten Jahrzehnte erledigt»

Die Basler Ständerätin Anita Fetz plädiert für eine nüchterne Partnerschaft zwischen beiden Basel nach dem Fusions-Nein. Die Zusammenarbeit soll nun grossgeschrieben werden und auch die Basler müssen nun die Lehren aus dem Resultat ziehen.

Stefan Schuppli
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Ständerätin Anita Fetz im bz-Interview (Archiv)

Ständerätin Anita Fetz im bz-Interview (Archiv)

Kenneth Nars

Wie schätzen Sie das Resultat der Fusionsabstimmung ein?

Anita Fetz: Das Resultat war absehbar. Die Verlobung findet nicht statt, aber im Konkubinat ist es auch gut.

Und was halten Sie von der Tatsache, dass keine einzige Gemeinde des Baselbiets ja gestimmt hat?

Ich nehme das zur Kenntnis. Bemerkenswert ist, dass in der Vergangenheit alle Initiativen für eine Fusion immer aus dem unteren Baselbiet gekommen sind. Jetzt sind sogar diese Gemeinden in Stadtnähe dagegen. Damit ist das Thema für die nächsten Jahrzehnte erledigt.

Wie soll es weiter gehen?

Man sollte die Partnerschaften nüchtern weiter führen. Das wichtigste für alle Betroffenen wäre die Koordination der Spitalplanung. Wenn die Spitäler aufgerüstet werden, wird es zu Erhöhungen der jetzt schon hohen Krankenkassenprämien kommen. Aber das muss Baselland, respektive dessen Bürgerinnen und Bürger, selber wissen. Ich habe aber den Eindruck, sie wachen schon allmählich auf.

«Landschäftler» monieren, wir in Basel fänden ein Spitalneubau und Investitionen in Basel-Stadt immer gut, auf dem Land hingegen immer schlecht.

Das ist gar nicht der entscheidende Punkt. Es gibt sicherlich Sanierungsbedarf. Aber die Planung des Bruderholzspitals beispielsweise hat Millionen verschlungen. Ich finde einfach, die Planung sollte gemeinsam gemacht werden.

Es gibt ja auch positive Beispiele, das Uni-Kinderspital beider Basel, UKBB.

Sicher. Und auch das war ja nicht gerade einfach. Man musste zuerst den Umweg über zwei Standorte machen. Dann hatte man gemerkt, dass das sehr aufwändig war. Und erst dann hatte man den Weg zu dieser Kooperation gefunden.

Und was bedeutet das Resultat für Basel?

Auch Basel muss seine Hausaufgaben weiter machen.