Männerquote

Anita Fetz fordert Männerquote bei der Lehrerausbildung

Anita Fetz: «Für die Primarschulstufe brauchen wir eine Quote von etwa 30 Prozent Männern».

Anita Fetz: «Für die Primarschulstufe brauchen wir eine Quote von etwa 30 Prozent Männern».

Für SP-Ständerätin ist klar: Kinder brauchen auch männliche Vorbilder - auch in der Schule. Deshalb fordert die SP-Frau nun eine «Männerquote an pädagogischen Hochschulen». Damit will sie erreichen, dass an Primarschulen 30 Prozent Männer lehren.

Ständerätin Anita Fetz (SP/BS) will mehr Männer in den Klassenzimmern. Sie fordert eine «Männerquote an den pädagogischen Hochschulen» - an jenen Einrichtungen also, die Lehrerinnen und Lehrer ausbilden.

Ziel ihrer Forderungen: An den Schulen soll es wieder mehr Lehrer geben. «Für die Primarschulstufe brauchen wir eine Quote von etwa 30 Prozent Männern», sagt sie gegenüber «SonntagsBlick».

«Man unternimmt seit Jahren zu wenig, damit Männer in den Lehrerberuf einsteigen. Dabei brauchen die Kinder auch männliche Vorbilder.» Die aktuellen Zahlen der pädagogischen Hochschulen zeigen: Angehende Kindergärtner und Primarlehrer sind rar, trotz leichtem Aufwärtstrend. Fetz will auf nationaler Ebene einen Vorstoss einreichen, um die Kantone zum Handeln aufzufordern. Unterstützung erhält Fetz vom Lehrerverband: «Wir brauchen mehr Männer», sagt Zentralpräsident Beat W. Zemp. Allerdings sei es grundsätzlich schwierig, alle Stellen zu besetzen.

«Das Geschlecht ist in den Zeiten des Lehrermangels sekundär.» Zemp schlägt daher vor, das Quotenmodell in einem Kanton auszuprobieren, wo der Lehrermangel nicht gravierend ist. 

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