Regierung Basel-Stadt
Anlaufstelle und Task Force zu Radikalisierung in Basel

Mit einer Anlaufstelle und einer departementsübergreifenden Task Force will die Basler Regierung auf Herausforderungen durch religiöse Radikalisierung reagieren. Beide Institutionen nehmen ihre Arbeit am 1. November auf.

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Die neue Anlaufstelle richtet sich zum Beispiel an Lehrer und Bezugspersonen. Diese wissen oft nicht wie zu handeln ist, wenn Schüler durch Aktionen wie Lies! radikalisiert werden. (Symbolbild)

Die neue Anlaufstelle richtet sich zum Beispiel an Lehrer und Bezugspersonen. Diese wissen oft nicht wie zu handeln ist, wenn Schüler durch Aktionen wie Lies! radikalisiert werden. (Symbolbild)

KEYSTONE

Die Task Force soll für komplexe Fälle und Fragestellungen rund um das Thema Radikalisierung zuständig sein, wie es in einer Regierungsmitteilung vom Dienstag heisst. Sie stelle die Kommunikation und ein koordiniertes Handeln sicher und sorge dafür, dass politischer Handlungsbedarf frühzeitig erkannt wird.

Gebildet wird die Task Force gemäss Mitteilung aus Schlüsselpersonen von Strafverfolgungsbehörden, Kantonspolizei, des Erziehungs- sowie des Präsidialdepartements und des Departements für Wirtschaft, Soziales und Umwelt sowie der Strategiegruppe Integration. Der Task Force steht die Abteilungsleitung der Kantons- und Stadtentwicklung vor.

Einbezogen werden sollen zudem bestehende kantonale Beratungs- und Unterstützungsstellen. Je nach Lagebeurteilung könne die Task Force zudem mit ausserkantonalen staatlichen Stellen ergänzt werden, hiess es weiter.

Die Anlaufstelle Radikalisierung wird vom bestehenden Präventionsteam gegen Gewalt der Kantonspolizei betrieben, wie es weiter heisst. Dieses ist bereits Anlaufstelle bei Gewalt in Schulen. Die Anlaufstelle richte sich etwa an Bezugspersonen oder Lehrkräfte. Da die neu geschaffenen Strukturen aus bestehenden Stellen geschaffen werden, seien keine zusätzlichen Mittel nötig.

Die Regierung will gemäss Mitteilung mit den neuen Gefässen auch auf eine Verunsicherung in der Bevölkerung reagieren. Aus dem Kanton Basel-Stadt waren in der Vergangenheit mehrere Personen wegen Radikalisierung und Dschihadismus auf den Radar der Bundesanwaltschaft geraten.