Messeleitung

Anpassungen an der Baselworld – «Es war eine sehr harte Zeit»

Nach der Absage der Swatch Group hat es plötzlich viel Platz in der Halle 1 der Baselworld. Ein Spassvogel hat der Freifläche im Vorbeilaufen bereits einen Namen gegeben: «Hayek Memorial Square.»

Weniger zum Spassen war es den Verantwortlichen an der gestrigen Medienkonferenz zur Ausstellungseröffnung zumute. Hans-Kristian Hoejsgaard, Interims-CEO von Messe Schweiz, stellte fest: «Es war eine sehr harte Zeit für die MCH Group.» Jetzt gehe es darum, Leben und digitale Lösungen in Einklang zu bringen. «Wer das begreift, gewinnt.»

Der neue Messedirektor Michel Loris-Melikoff wurde gefragt, was sich im vergangenen Jahr hauptsächlich geändert habe. «Wir hörten den Kunden zu, wir machten eine Umfrage bei unseren Ausstellern», antwortete er. In der Kritik standen immer wieder die horrenden Hotelpreise. Die Messe konnte eine Anzahl von Gastbetrieben dazu verpflichten, die Preise während der Baselworld nicht zu erhöhen.

Ein weiteres wichtiges Anliegen war das terminliche Zusammenrücken zwischen dem Genfer Salon de la Haute Horlogerie und der Baselworld. Nach dem neuen Regime findet zuerst der Genfer Salon statt, dann die Baselworld. Jahre hat es gedauert, bis diese Koordination zustande kam. Somit müssen die internationalen Kunden und Medienvertreter nicht mehr zweimal in die Schweiz reisen.

Grundsätzlich ist die Schweizer Uhrenindustrie gut unterwegs. Die Exporte stiegen in den vergangenen 12 Monaten um 6,3 Prozent auf 21,2 Milliarden Franken, sagte Jean-Daniel Pasche, Präsident der Fédération Horlogère Suisse. Das Jahr 2019 habe positiv begonnen: «Wir sind zuversichtlich.» Das Wachstum wird von den asiatischen Märkten angeführt, auch die USA legen zu.

Ob die Verbesserungen, die beim Konzept der Baselworld vorgenommen worden seien, einen Einfluss auf den Erfolg der Messe haben werden, sei schwierig vorherzusagen, so Pasche. Für ihn stehe jedoch fest, dass die Baselworld die wichtigste Messe der Branche sei.

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