Japanisch-koreanische Spezialitäten
Ansturm auf knalligen Asia-Shop: Auf diesen neuen Laden hat Basel gewartet

Am 13. November eröffnete ein japanisch-koreanischer Spezialitätenladen in der Schneidergasse. Ein paar Wochen nach der Einweihung hat die Geschäftsführerin Grund zur Freude. Denn obwohl es nicht der erste Asia-Shop in Basel ist, lockt er die Kunden an wie kein anderer.

Rahel Koerfgen
Drucken
Teilen
«Yumi Hana»: Kyung-ah Lee Dusapin freut sich über den Erfolg.

«Yumi Hana»: Kyung-ah Lee Dusapin freut sich über den Erfolg.

Roland Schmid

«Noch ein Asia-Shop? Gibt’s davon nicht schon genug in Basel?» Man ist versucht, sich das zu fragen, wenn man diese Schlagzeile liest. Stellt man sich dann vor die Schaufensterauslage bei der Schneidergasse 7, dort, wo früher Happy Feet Komfortschuhe verkaufte, ist die Meinung schnell revidiert. «Yu-mi Hana», steht in schlanken Lettern über dem Lebensmittelladen geschrieben, ein erster Blick auf das knallbunte Sortiment und die perfekt ausgeleuchteten Regale wirken wie ein Sog. Da müssen wir rein, das sieht richtig cool aus.

So scheinen viele Basler zu denken. Seit der Eröffnung am Freitag, 13. November, stürmen sie das japanisch-koreanische Geschäft. «Wir hätten uns keinen besseren Start wünschen können. Die Leute kaufen uns regelmässig den Laden halb leer. Einfach toll», freut sich Kyung-ah Lee Dusapin, die Geschäftsführerin.

Bei Yumi Hana findet man einerseits alles für die gute koreanische und japanische Küche. Lebensmittel, die man in der Region sonst nirgends findet. Andererseits ist das Non-Food-Sortiment für Beauty-Fans spannend, denn Südkorea gab bei der Entwicklung von innovativer Kosmetik in den vergangenen Jahren den Ton an. Produkte wie Tuchmasken oder Gesichtssprays im typisch poppigen Design finden sich gleich neben der Kasse.

Geschäft bringt neue Dynamik an die Schneidergasse

Gemäss Lee Dusapin sei Yumi Hana in Basel sehnlichst erwartet worden. Vor 23 Jahren eröffneten ihre Eltern in einer Seitengasse der Zürcher Bahnhofstrasse den ersten Laden. «Viele Basler reisten ein Mal im Monat extra nach Zürich und kauften bei uns ein», so Lee Dusapin. Weil die Lees – vor 50 Jahren aus Südkorea eingewandert – wussten, dass sie Fans in Basel haben, entschieden sie sich zur Expansion.

Zu den Kunden gehören laut Lee Dusapin aber nicht nur Stammklientel, sondern auch viele junge Menschen und, das freue sie besonders, ältere Anwohner, die sich sehr interessiert zeigten. So pflichtet eine Kundin, die sich gerade eine Flasche Bulgogi-Sauce aus dem Regal schnappt, bei: «Der Laden bringt eine neue Dynamik in die Schneidergasse.»

Hinter Yumi Hana steht die Familienfirma der Lees, die K. Lee Trading GmbH, die seit Jahrzehnten Läden, Grossisten und Restaurants in der Schweiz mit entsprechenden Produkten aus Direktimport beliefert. Das Ziel sei, mit Yumi Hana weiter in der Schweiz zu expandieren. «Allerdings mussten wir in Basel mehr investieren, als wir gedacht haben. Deshalb warten wir jetzt erst mal ein wenig zu.»

Den Baslern kann’s egal sein – ihr Kultladen ist endlich da.