In einer Medienmitteilung macht das Anwohnerkomitee pro Matthäus-Klybeck (AKMK) seinen Unmut über den Entscheid des zuständigen Departements von Basel-Stadt laut. Es herrsche absolutes Unverständnis über die Schweizer Asylpolitik. Gar arrogant und ignorant bezeichnet das Komitee die Entscheidungsträger seitens der Stadt, da die Meinungen der Anwohner, gemäss dem Komitee, kein bisschen berücksichtigt wurden.

Ein weiterer Vorwurf dreht sich um den fehlenden Informationsfluss. So soll der Kanton die Liegenschaft am 6. März erworben haben, ohne die Anwohner und Quartierorganisationen vorgängig über das Vorhaben informiert zu haben.

Petition lanciert

Die Drahtzieher des Komitees befürchten durch die Eingliederung der Asylbewerber eine erhebliche Steigerung krimineller Aktivitäten in der Region. Zudem gebe bereits genug Einrichtungen im Kleinbasel, die dem Asylwesen dienen.

So schreibt das Komitee: «Das Untere Kleinbasel ist mit asylrelevanten Einrichtungen wie dem Bässlergut, dem Freiburgerhof, der Horburg-, Brombacher- und der Markgräflerstrasse, mit all den unerwünschten Begleiterscheinungen wie Überfällen, Diebstählen, sexuelle Belästigungen und Drogendealerei bereits über Gebühr belastet.»

Diese Gründe hätten das AKMK dazu veranlasst, eine Petition gegen das geplante Asylheim zu lancieren. In einer Woche soll sie bereits von knapp 350 Personen unterzeichnet worden sein.

Heute um 14 Uhr hat das Komitee die Petition an Brigitta Gerber, Präsidentin der Petitionskommission, übergeben. (agt)