Basel

Anzeige nach Besetzung des alten Basler Kinderspitals

Besetzer oder Partygäste haben laut UKBB «praktisch alle noch vorhandenen medizinisch-technischen Gerätschaften zuerstört». (Archiv)

Besetzer oder Partygäste haben laut UKBB «praktisch alle noch vorhandenen medizinisch-technischen Gerätschaften zuerstört». (Archiv)

Nach der Besetzung des alten Basler Kinderspitals am Schaffhauserrheinweg vom Samstag hat das Universitäts-Kinderspital beider Basel (UKBB) Anzeigen wegen Sachbeschädigungen angekündigt. Medizinische Geräte für Drittweltländer wurden zerstört.

Beschädigt worden seien medizinische Einrichtungen, die in den nächsten zwei Wochen nach Osteuropa, Marokko, Iran und Afghanistan hätten geliefert werden sollen. Weil die Türkei als ursprünglich vorgesehenes Zielland seit kurzem keine älteren medizinische Geräte mehr importieren will, war die Demontage im Kinderspital verzögert worden.

So war auch die Übergabe des alten Spitals vom UKBB an Immobilien Basel-Stadt auf den 13. Mai verschoben worden. Am Samstag drangen Besetzer ein und begannen eine illegale Party mit vierstelliger Teilnehmerzahl. Party und Besetzung fanden ein abruptes Ende, als sich ein 18-Jähriger bei einem Terrassensturz vom 2. Stock schwere Verletzungen zuzog.

Besetzer oder Partygäste haben laut UKBB «praktisch alle noch vorhandenen medizinisch-technischen Gerätschaften zuerstört». Betroffen sei vor allem der Operationsbereich und die Röntgenstation. Der grosse Sachschaden sei noch nicht beziffert.

Der Verunfallte war am Montag weiterhin in einem sehr schlechten Zustand, wie bei der Staatsanwaltschaft zu erfahren war. Er sei nicht kontaktierbar durch Vertreter der Strafverfolgungsbehörden. Er habe offenbar schwere Hirnverletzungen erlitten. Er war 12 Meter tief auf einen Plattenboden gefallen; gemäss Zeugen war es ein Unfall. (sda)

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