Basel
Arbeitsgruppe soll Alternative zur Notschlafstelle prüfen

Die Zustände in der Notschlafstelle und der Umgang mit den Kostengutsprachen hat in den letzten Wochen für Schlagzeilen gesorgt. In diesem Zusammenhang haben sich am Montag zehn Vertreter von Non-Profit-Organisationen aus dem Bereich Obdachlosigkeit mit Vertreterinnen der Sozialhilfe und des Gesundheitsdepartements getroffen.

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(bz-Archiv)

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Kenneth Nars

Sie hätten festgestellt, dass «kein dringender Handlungsbedarf besteht», sagt Nicole Wagner, die Leiterin der Basler Sozialhilfe. «Sowohl in der Notschlafstelle als auch im Männerheim der Heilsarmee stehen freie Betten zur Verfügung.» Ausserdem könnten beide Institutionen innerhalb von Stunden ihre Kapazität um 30 beziehungsweise zehn Betten erweitern. Trotzdem wurde am Runden Tisch eine Arbeitsgruppe bestimmt, die «ein alternatives, privates Angebot, im Sinne des Sieber-Werks in Zürich, prüfen wird».

Bezüglich Kostengutsprachen gäbe es keinen Bedarf an einer neuen Vereinbarung. «Alle Partnerinnen und Partner – mit Ausnahme des Vereins ‹Soup & Chill› – halten sich seit Jahren an die Spielregeln und bestätigen, dass diese angemessen und zweckdienlich sind», so Wagner. Ausserdem werde sich der Runde Tisch in gleicher Zusammensetzung künftig zweimal jährlich treffen. (NLA)