Derzeit findet am Oberrhein die 15. Ausgabe der Architekturtage statt. 2014 sind 50 000 Besucher zu mehr als 200 Veranstaltungen in mehr als 20 Städten am Oberrhein gekommen. Seit 2008 nimmt mit «Architektur Dialoge Basel» auch die Schweiz an dem Anlass teil. Seit 2010 finden, wie auch dieses Jahr, Mittagsführungen zu dem in Strassburg jährlich ausgewählten Thema statt.

2015 lautet dieses «Architektur im Licht». Die fünf Mittagsführungen sind gratis und finden täglich von Montag, den 19. Oktober, bis Freitag, den 23. Oktober jeweils um 12.30 Uhr statt und dauern etwa eine Stunde. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich und auch nicht möglich. «Die Teilnahme beschränkt sich auf die ersten 60 Personen», erklärt Jean-Pierre Wymann, Geschäftsführer von «Architektur Dialoge Basel».

«Unser Ziel ist es, einem breiten Publikum Architektur näher zu bringen», fährt Wymann fort. Bei den fünf Mittagsführungen geht es jeweils um den spezifischen Bezug der Architektur zum Licht. Auf das meiste Interesse stossen bisher diejenigen, bei denen Bauten besichtigt werden, die nicht öffentlich zugänglich sind. Dazu gehört am Montag, den 19. Oktober, der Techniktunnel Rhein, der bei der Dreirosenbrücke den Rhein unterquert und in dem es nur künstliches Licht gibt. Die Führung macht Thomas Keller, Geschäftsführer der Kaserne Basel. Der Treffpunkt befindet sich an der Tramhaltestelle Novartis Campus.

100 Jahre altes Atelier

Am Freitag, den 23. Oktober, ist das Atelier Mangold zu besichtigen, das vor 100 Jahren für den gleichnamigen Künstler gebaut wurde und sich in Privatbesitz befindet. Treffpunkt ist die Bachlettenstrasse 70 und die Führung wird von der Künstlerin Silvia Bächli gemacht.

Am Dienstag, den 20. Oktober, führt die Künstlerin Renate Buser durch das Brunnmatt-Schulhaus. «Hier ist das Schulhaus die Skulptur, die mit Licht und Schatten spielt», sagt Wymann. Treffpunkt ist wie immer um 12.30 Uhr im Ingelsteinweg 2–6.

Ähnlich wie Ronchamp

Am Mittwoch, den 21. Oktober, geht es mit der Grünen-Nationalrätin Maya Graf nach Birsfelden in die Hardstrasse 28 zur Bruder Klaus Kirche. Die 1959 eingeweihte Kirche stammt vom renommierten Basler Architekten Hermann Baur. «Sie hat etwas Geheimnisvolles und erinnert an die Kirche von Ronchamp von Le Corbusier. Das Licht kommt von oben», erläutert Wymann.

Am Donnerstag, den 22. Oktober, ist dann die Fondation Beyeler in Riehen an der Reihe. «Hier gibt es eine Mischung aus natürlichem und künstlichem Licht, das speziell zu den jeweiligen Exponaten gemischt wird. Jeder Raum kann angepasst werden», betont Wymann. Der Treffpunkt ist in der Baselstrasse 77. Die Führung sollte ursprünglich Direktor Sam Keller machen. Da er verhindert ist, vertreten ihn Michiko Kono (Associate Curator), Anna Szech (Assistenzkuratorin) und Friedericke Steckling (Restauratorin).

Den meisten Erfolg hatten in der Vergangenheit Mittagsführungen zum Hochhaus bei der Markthalle oder dem umstrittenen fünfgeschossigen Betonneubau von Buchner und Bründler am Bläsiring, für die sich jeweils 200 Personen interessiert hatten.

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