Impotenz 
Ärzteverband äussert sich zu Dr. Phallus an der Schifflände

Vergangenen Samstag berichtete diese Zeitung über einen Basler Arzt, der mittels Eigenbluttherapie Männern wie Frauen sexuelle Erfüllung verspricht. Fachärzte kritisieren die Methoden von Dr. Geoffrey Hürtgen als nicht ausreichend wissenschaftlich belegt.

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(Symbolbild)

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Keystone

Nun schaltet sich der nationale Ärzteverband, die FMH, ein. Dr. Hürtgen ist Mitglied der FMH, deren Logo braucht er quasi als Qualitätsgütesiegel auf seiner Website. «Ohne Bewilligung der FMH ist es nicht erlaubt, das Logo der FMH zu verwenden», lässt die Gesellschaft auf Anfrage verlauten. Zudem scheint Hürtgen auch in anderen Punkten gegen die Standesordnung des Schweizer Ärzteverbands zu verstossen.

Unzulässige Werbung in den Medien

So ist es Ärzten nicht erlaubt, mit ihrem Namen zu werben. Hürtgen hingegen hat sogar seinen Namen als Marke eintragen lassen. Als unzulässige Werbung erachtet die FMH auch Patientenempfehlungen. Hürtgen hat jedoch ein Interview mit einem seiner Patienten als Werbung in einer Gratiszeitung geschaltet. Für die medizinische Beurteilung ist jedoch nicht der Verband zuständig, sondern das Gesundheitsdepartement.

Die FMH lässt ohne Verweis auf einen konkreten Fall durchblicken, dass sie sich von den Gesundheitsdirektionen ein hartes Durchgreifen wünscht.

Das Basler Gesundheitsdepartement wollte auf Anfrage keine Stellung zu diesem Fall nehmen. (bro)