Stadtentwicklung

Auch BASF trennt sich vom Klybeck-Areal – und verkauft ihren Anteil an Swiss Life

Mit der Swiss Life investiert die grösste private Immobilieneigentümerin der Schweiz im Kleinbasel.

Nun ist das gesamte ehemalige Areal der Basler Chemie im Kleinbasel in neuen Händen: Nach der Novartis hat auch die BASF ihren Anteil verkauft. Dies wurde am Dienstag bekannt. Die Käuferin Swiss Life verfügt in der Schweiz über ein Immobilienportfolio im Wert von 30 Milliarden Franken. Sie übernimmt das ganze Areal der BASF. Dieses erstreckt sich zur Hauptsache entlang der Klybeck- und der Mauerstrasse und wird von den ehemaligen Novartis-Grundstücken an den Ufern des Rheins und der Wiese umgeben.

Über den Kaufpreis hüllen sich sowohl Verkäuferin als auch Käuferin wie üblich in Schweigen. Es kann jedoch davon ausgegangen werden, dass die Swiss Life sich die Übernahme des Areals mehrere hundert Millionen Franken hat kosten lassen. Das Nachsehen hat unter anderem der Kanton Basel-Stadt: Er hatte ein Angebot für einen Teilbereich des BASF-Areals abgegeben. Der Chemiekonzern wollte aber sein Areal integral veräussern.

Umstrittene Altlasten

Bereits Ende Mai hatte Novartis bekannt gegeben, dass sie ihren Anteil am Klybeck-Areal verkauft. Käuferin war in diesem Fall die Central Real Estate, ein Konsortium aus Schweizer Banken und Pensionskassen. Der Kaufpreis war ein «hoher dreistelliger Millionenbetrag», wie die Basler Regierung in einer Antwort auf einen parlamentarischen Vorstoss verlauten liess. Beide Käufer des Areals wollen sich an die ursprüngliche, von Novartis und BASF sowie dem Kanton unterzeichnete Planungsvereinbarung halten.

Die grosse, noch nicht beantwortete Frage hingegen ist: Wie teuer wird die Altlastensanierung auf dem früher sehr intensiv genutzten Chemiegelände? Gestern gaben sich sowohl die BASF wie auch die Swiss Life diesbezüglich sehr zuversichtlich: «Eine Sanierung ist nach heutigem Wissensstand nicht erforderlich», sagte Tatjana Stamm, Mediensprecherin der Swiss Life, gegenüber dieser Zeitung. Das Areal sei «sehr gut und detailliert» untersucht. «Die Belastungen im Untergrund sind bekannt.»

Vom Basler Altlasten-Experten Martin Forter hingegen war vor wenigen Tagen Kritik laut geworden: Der Kanton habe die Altlastenverordnung auf dem Klybeck-Areal lediglich in Ansätzen umgesetzt.

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