Zolli
Auch die Tiere im Basler Zolli spüren den Frühling

Klappern, Grunzen und Tanzen: Im Zolli ist Balzzeit. Die Vögel sind in Brutstimmung. Dieses Spektaktel verfolgten am Sonntag rekordverdächtige 10 000 Besucher.

Eva Wieser
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Frühling im Zolli Basel
5 Bilder
Störche im Nest.
Die Ponys verspüren Bewegungsdrang.
Die Pelikane geniessen das warme Wetter.
Bei den Flamingos herrscht Balzstimmung.

Frühling im Zolli Basel

Zoo Basel

Vor lauter Freude über die warmen Tage tanzen die Flamingos im rosa Federkleid. Im Rhytmus bewegen sie den Kopf, strecken die Hälse, rufen laut und schlagen mit ihren Flügeln - alles Elemente der Balz-Choreografie. Der lang ersehnte Frühlingsbeginn versetzt die Vögel in Brutstimmung. «Die Flamingos sind im Moment nicht zu überhören. Sie zeigen ihre Frühlingsgefühle sehr auffällig, was den Besuchern sofort ins Auge springt», sagt Tanja Dietrich, Sprecherin des Basler Zoo.

Rund 10 000 Menschen seien am Sonntag in den Zolli geströmt, schätzt Dietrich. «Wir haben 6333 Eintritte verkauft. Dazu kommen die Abo-Besitzer, welche diesen Sonntag vorbeikamen.» Diese Zahl ist fast rekordverdächtig: Laut Dietrich lag der Rekord des ganzen letzten Jahres bei knapp über 6900 Besuchern.

Nicht besonders viel Nachwuchs

Publikumslieblinge waren am Wochenende einmal mehr die Affen. Bei Sonnenschein zeigen sie sich besonders gerne in der neuen Aussenanlage. Weniger akrobatisch und kletterfreudig geben sich die Dickhäuter. Trotzdem staunten viele Besucher über die Elefanten und Nashörner. Welche Tiere den Besuchern am meisten «Jö's» und «Wow's» entlockten, ist für Dietrich schwierig zu sagen: «Viele Leute flanierten einfach und genossen den Tag im Zolli.»

Freudensprünge machen auch die Ponys. Mit wehenden Mähnen galoppieren sie durch das Gehege. Noch nicht ganz trittsicher zeigen sich die jungen Ziegen. Tiere, die ihre ersten Gehversuche wagen - dieses Bild gehört zur jetzigen Jahreszeit. «Viele heimische Tiere bringen ihre Jungen im Frühling zur Welt. Bei uns im Zolli gibt es im Moment aber nicht ausserordentlich viel Nachwuchs», erklärt Dietrich.

Pelikane können Grunzen

Der Storch bringt seinen Freunden aus der Tierwelt zur Zeit nicht viele Kinder - er selbst hat im Frühling genug zu tun: Für den rot-weiss-schwarzen Vogel ist Brutzeit. Nicht zu überhören ist sein Geklapper. Mit Knurren, Grunzen und Stöhnen, wie der Zolli die Geräusche der Pelikane beschreibt, mischt sich auch das fischfressende Tier mit dem grossen Schnabel ins Balz-Konzert ein.
Das Spektakel ist noch nicht zu Ende: Bis im Juli der Flamingo-Nachwuchs geschlüpft ist, balzen und tanzen die Tiere mit den Stelzen und unendlich langen Hälsen noch etwas weiter. Der Zoo Basel verrät, wann im Gehege der rosa Vögel am meisten los ist: Am frühen Vormittag oder am späteren Nachmittag könne die Choreografie der Flamingos am besten beobachtet werden.