Herzog & de Meuron
Auch Helvetia hat an ihrem Firmensitz Grosses vor

Der Firmensitz wird in den kommenden Jahren ausgebaut und das 12-stöckige Haus renoviert. Als Architekten zeichnen Herzog & de Meuron. Es trägt den Namen «Campus».

Stefan Schuppli
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Das aktuelle Hauptgebäude der Helvetia eingangs der Engelgasse.

Das aktuelle Hauptgebäude der Helvetia eingangs der Engelgasse.

Kenneth Nars

Helvetia hat an ihrem Firmensitz an der St. Alban-Anlage Grosses vor. Das 12-stöckige Haus wird renoviert, der Sitz wird in den kommenden Jahren ausgebaut, wie ein Helvetia-Mediensprecher bestätigt. Details will er noch keine nennen. «Zuerst werden wir am Donnerstag Anwohner und Mieter informieren», sagt er, «am Freitag die Mitarbeitenden und die Medien.» Als Architekten zeichnen Herzog & de Meuron. Es trägt den Namen «Campus».

Anderthalb Fussballfelder

Das Areal der Helvetia zwischen der St. Alban-Anlage, Engelgasse und Lange Gasse ist 10'400 Quadratmeter gross, was rund anderthalb Fussballfeldern entspricht. Neben dem eingangs erwähnten Hochhaus aus den 1950er-Jahren steht dort ein neueres L-förmiges Bürogebäude an der Engelgasse/Lange Gasse und eines am St. Alban-Anlage, sowie ein 6-stöckiges Wohnhaus, ein einstöckiger Pavillon im Garten und eine Tiefgarage. Die Tage des Wohnhauses dürften gezählt sein.

In einer Testplanung von 2013 war von einem anderen Architekturbüro unter anderem eine Aufstockung des Hochhauses sowie eine Randüberbauung vorgesehen.

Gleich gegenüber an der St. Alban-Anlage 25/27/29 nennt Helvetia übrigens ein weiteres grosses Grundstück ihr Eigen. Die Fläche: 8000 Quadratmeter. Das die Liegenschaften vermietet sind, könnten sie auch eine Raumreserve für Helvetia darstellen.

Abbau und dann Aufbau?

Mit dem angekündeten Ausbau steht einmal mehr die Frage im Raum, welche Abteilungen des Konzerns künftig in Basel tätig sein werden. Im vergangenen Jahr hatte Helvetia Nationale Suisse übernommen. Zumindest kurzfristig wird es deshalb in Basel zu einem Stellenbau kommen, weil Doppelspurigkeiten im Konzern abgebaut würden, heisst es bei Helvetia. Zum aktuellen Zeitpunkt könne keine Aussage über die Dimension des Abbaus oder möglicher Entlassungen gemacht werden, sagt der Sprecher. Momentan fänden verschiedene Planungen und Überprüfungen statt. Dabei soll die natürliche Fluktuation genutzt werden, um die Zahl Entlassungen möglichst gering zu halten.

Langfristig scheint es jedoch eher wieder besser auszusehen: In einem Einladungsschreiben zur Informationsveranstaltung heisst es, dass sich Helvetia zum Standort Basel bekenne. Am Freitag werden wir mehr wissen. Mit der Übernahme der Nationale Suisse ist Helvetia überdies in den Besitz von teils hochwertig renovierten Gebäuden am Steinengraben gekommen.

Erst kürzlich präsentierte Baloise ihre Pläne für ihren neuen Hauptsitz «Baloise Park», welcher bis 2019 auf dem Areal zwischen Aeschengraben, Parkweg und Nauenstrasse entstehen soll. Insgesamt gibt es dort Platz für 2000 Büroarbeitsplätze.