Fitness
Auf dem Dreirosenareal entsteht ein Park für kreatives Krafttraining

Die Dreirosenanlage wird mit einem Street-Workout-Park ausgestattet. Ende April soll die Anlage für die neue Trendsportart aus New York eröffnen.

Bigna Bornhauser
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Obwohl die Anlage offiziell erst Ende April eingeweiht wird, turnen bereits einige im neuen Street-Workout-Park.

Obwohl die Anlage offiziell erst Ende April eingeweiht wird, turnen bereits einige im neuen Street-Workout-Park.

Kenneth Nars

Eindrückliche Bewegungsabläufe, eine Mischung aus Muskeltraining, Break Dance und Gymnastik. Das Street-Workout wird als neue Trendsportart bezeichnet. Die spektakulären Übungen werden durch die einfache Konstellation des Trainingsgeländes ausgeglichen. Zu sehen sind Klimmzugstangen und Parallelbarren. Ohne zusätzliche Erkundungen im Internet lässt sich bis anhin nur erahnen, welche Trainingsmöglichkeiten die einfache Installation auf dem Dreirosenareal birgt.

Das Gerüst wurde fertiggestellt, die Eröffnung der gesamten Anlage findet voraussichtlich Ende April statt. Thomas Rindisbacher, Vorstandsmitglied des Street-Workout-Vereins, freut sich über die neue Anlage: «Durch den Park soll die Sportart bekannt gemacht und gefördert werden.» Zusammen mit seinen beiden Brüdern und einem Freund bildet er den Vorstand des Vereins mit Sitz in St. Gallen.

Der Ursprung der Sportart liegt jedoch in den USA, genauer in New York. Ein kreatives Krafttraining mit dem eigenen Körpergewicht, dass jederzeit durchgeführt werden kann: «No excuses» lautet das Motto des Vereins. Im Vergleich zu anderen Fitnesseinrichtungen im öffentlichen Raum bietet die Anlage viel Platz für Kreativität. Doch wie findet der Anfänger heraus, was überhaupt alles möglich ist?

«Ein Miteinander»

«Die Sportart wurde nicht komplett neu erfunden. Deshalb kann man sich im Internet gut über mögliche Übungen informieren. Vor allem geht es aber ums Ausprobieren», sagt Thomas Rindisbacher. Der öffentliche Zugang des Parks komme der Kontaktaufnahme zugute. «Es ist vielmehr ein Miteinander als ein Konkurrenzdenken», sagt er weiter. Jeder sei herzlich willkommen, die Sportart Street-Workout kennenzulernen.

In den Städten St. Gallen, Goldach, Bern und Zürich stehen die Parkanlagen bereits. Die Benutzerauswertung habe gezeigt, dass die Besucher zwischen 20 und 45 Jahre alt seien, sagt Rindisbacher. Auch in Basel gibt es offensichtlich einige Interessenten. «Lokale Fans des Street-Workout haben uns kontaktiert, um etwas auf die Beine zu stellen», sagt Thomas Rindisbacher.

Zusammen mit der Stadt Basel wurde dann geprüft, an welchem Standort der Bau einer Anlage infrage käme. «Wir fanden die Idee sehr interessant, da der Ansatz eine Alternative zu den gewöhnlichen Fitnessgeräten bietet», erklärt Susanne Brinkforth die Behördensicht. Die Stadtgärtnerei wolle ihre Grünanlagen nicht mit spezifischen Geräten vollstellen, die nur eine einseitige Nutzung ermöglichen.

Die jetzige Lage am Rhein ist laut Rindisbacher ideal, da eine Joggingroute vorbeiführt. Zudem gibt es auf dem Areal ein Basketballfeld und eine öffentliche Dusche. Brinkforth betont ergänzend die Nähe zum Jugendtreffpunkt, die für sich spreche.

Entworfen wurde der Park von Roman Rindisbacher, einem Vorstandsmitglied von Street-Workout und Architekten von Beruf. Die Firma Alder und Eisenhut unterstützt den Verein bei der Umsetzung der Pläne. Inzwischen werden vier verschiedene Parks angeboten, die sich in Form und Grösse unterscheiden. «Die Lieferung, Montage und der Einbau des Geräts mit den Fundamenten und dem notwendigen Fallschutz kosten 55'000 Franken», sagt Brinkforth.

Sportanlage für alle

«Die Übungen können so variiert werden, dass auch Einsteiger mit tieferem Fitnesslevel teilnehmen können», sagt Rindisbacher. Neben dem fordernden Krafttraining kann ein bisschen Show nicht fehlen, die mit steigendem Schwierigkeitsgrad natürlich interessanter wird. Bleibt neben den muskelbepackten Athleten überhaupt noch Platz für die Anfänger ohne Präsentationstalent?

Rindisbacher sieht darin kein Problem: «Auch andere Sportarten wie Basketball finden öffentlich statt, sogar das Rheinschwimmen kann als eine Art Präsentation angesehen werden.» Insofern bestehe kein Unterschied zum Street-Workout. «Manche Leute hingegen reizt gerade dieses Präsentieren beim Sport zusätzlich.»