Basel

Auf dem Haefely-Areal soll ein Musiklokal eröffnet werden

Eres Oron (links) und Marco Schmutz vor dem Gebäude, das künftig ihr Musiklokal sein soll.

Eres Oron (links) und Marco Schmutz vor dem Gebäude, das künftig ihr Musiklokal sein soll.

Drei Jungunternehmer beleben das Haefely-Areal an der Lehenmattstrasse in Basel. Sie wollen im Industriegebiet ein Musiklokal eröffnen. Noch fehlt aber die Bewilligung.

Dereinst soll auf dem Haefely-Areal an der Lehenmattstrasse ein neues trendiges Lokal eröffnet werden. Mitten im Beizen-Niemandsland hinter dem Joggeli. «Dass es hier nichts gibt, ist genau der Reiz», sagt Eres Oron. Oron bildet zusammen mit Marco Schmutz und Daniel Henke die Providurium GmbH, die das Projekt lanciert hat.

Die drei Männer, die nebenan alle noch arbeiten, wollen mit der Eröffnung ihres ersten eigenen Projektes, einem Musiklokal, im Industriegebiet einen dem NT-Areal ähnlichen Betrieb aufbauen.

Auf den ersten Blick scheint die Lage etwas gar ab dem Schuss. Oron, Schmutz und Henke wollten aber eben genau so eine eher aussergewöhnliche Lage für ihr Lokal, um eben auch nicht das gewöhnliche Mainstream-Publikum anzuziehen. «Wir haben zwar nicht ein spezifisches Zielpublikum, stellen uns aber eher alternative Gäste vor», erklärt Oron und fügt an: «Grundsätzlich soll sich die Kundschaft dem Programm anpassen.»

Letzteres ist vielfältig. Neben einem Barbetrieb, Konzertveranstaltungen und einer Kinderdisco wollen die drei Unternehmer auch Fussballspiele zeigen. «Sei es während der Weltmeisterschaft in Brasilien oder natürlich dann, wenn die Spiele des FC Basel laufen, kann man die Partien hier verfolgen.»

Treffpunkt nach den Spielen

Und die FCB-Spiele sollen auch die Laufkundschaft bringen, die sonst vielleicht aufgrund der Lage etwas abgeht. «Durch die Nähe zum Stadion haben wir eine gewisse Absicherung», so Oron. Er selber habe sich eine Location wie ihre immer als alternativen Treffpunkt nach den Spielen gewünscht. Auch wegen der Matches ergeben sich die Öffnungszeiten anfangs fast von selbst: «Wir werden während der Spiele, am Donnerstag und am Wochenende offen haben.»

Neben der Ausstrahlung der Fussball-Spiele steht am Freitag und Samstag natürlich das Veranstalten von Partys im Fokus. Und hier spielt ihnen die Lage wieder in die Karten: «Durch die Abgeschiedenheit haben wir, was das Bespielen angeht weniger Scherereien als beispielsweise in der Innenstadt oder im Kleinbasel», sagt Schmutz. Weil in der nahen Umgebung keine Wohngebäude sind, wird die Nachtruhe nicht gestört. Und was das Nachtleben angeht, haben sie auch bereits sämtliche Bewilligungen.

Die wichtigste aber fehlt ihnen: Die Bewilligung, die es erlaubt, endlich mit dem Umbau beginnen zu dürfen. Seit bereits fünf Wochen wird die Bewilligung versprochen, eingetroffen ist sie noch nicht.

Den drei Männern sind die Hände gebunden. «Die Behörde hat uns versprochen, dass wir den Zuschlag definitiv am Montag bekommen sollten. Darauf hoffen wir jetzt», erklärt Schmutz, der später für die Administration zuständig sein wird. Sollte jetzt alles nach Plan laufen und die Bewilligung am Montag ins Haus flattern, hoffen Schmutz, Oron und Henke, dass sie Mitte Mai eröffnen können.

Uneinigkeit verzögert Baubeginn

Dabei hängt alles von einer Detailfrage ab. Ein Punkt, bei dem sich Behörden und Organisatoren nicht einig werden – mehr wollen Oron und Schmutz beim Treffen nicht verraten. Wenn auch dieser Punkt geklärt ist, steht das zeitnahe Programm der Unternehmer ziemlich klar fest. Zuerst muss der Umbau in Angriff genommen werden. Sie arbeiten, wie Oron sagt «mit sehr viel Herzblut» und verstärkt durch Freunde und Bekannte mit Hochdruck an der Verwandlung ihrer Zwischennutzung.

Das Interieur soll simpel sein, der Raum in einem industriellen Stil eingerichtet werden. Die einzigen Möbel werden die zur Bar gehörenden Barhocker sein.

Wie bei jeder Zwischennutzung ist die Mietfrist begrenzt. Vorerst haben die Providurium GmbH und die Immobilienhändlerin Creafonds AG, der das Gebäude und die dazugehörige Aussenanlage gehört, einen Dreijahresvertrag abgeschlossen.

Trotzdem rechnen die neuen Betreiber mit einer Nutzung von fünf Jahren. «Nach Ablauf des Dreijahresvertrags läuft der Vertrag unbefristet weiter», so Schmutz. Bevor über die Frist gesprochen wird, sollte aber zuerst mal der Startschuss fallen .

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