Umbau

Auf dem Spielplatz stürzen Kinder nun weicher

Der neue Spielplatz an der Andreas-Heusler-Strasse ist sicherer.  ZVG

Der neue Spielplatz an der Andreas-Heusler-Strasse ist sicherer. ZVG

Aufgrund neuer Sicherheitsnormen müssen bestehende Kinderspielplätze erneuert werden. 2013 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Auch die Kinder können Ideen einbringen.

Das Basler Tiefbauamt und die Stadtgärtnerei haben die grossen, neu gestalteten öffentlichen Spielplätze im Kannenfeld- und Erlenmattpark fertiggestellt. Nun werden auch die kleineren Spielplätze in den Quartieren neu gestaltet. «Wir wollen in Basel sichere, attraktive und kindergerechte Spielplätze», sagt Susanne Brinkforth.

Die Leiterin des Fachbereiches Freiraumplanung der Stadtgärtnerei betont, dass dabei auch die Kindergärten und Pausenhöfe einbezogen werden.

Kinder basteln Wunschspielplatz

Gründe für die Erneuerungen sind nicht nur etwa alte, renovationsbedürftige Spielplätze, sondern neue Sicherheitsnormen «Bis 2013 sollen alle Spielplätze modernisiert und an die geltenden Sicherheitsnormen angepasst sein», betont Brinkforth. Die Projekte werden durch einen 5,3 Millionen Franken starken Rahmenkredit «Sichere Spielplätze» aus dem Jahr 2007 finanziert. Bis jetzt sind bereits zwei Drittel aller Spielplätze erneuert worden.

Wichtigste Neuerung ist, dass Spielgeräte mit einem Fallbelag unterlegt sein müssen. Der weiche Belag soll den Sturz eines Kindes dämpfen. Reiner Klein fügt im Scherz an: «Der Norm zu Folge dürfen sich die Kinder aber immer noch den Arm brechen.» Der Sicherheitsdelegierte des Tiefbauamtes meint damit, dass sich Unfälle nicht verhindern lassen.

Im Workshop den Traumspielplatz basteln

In diesem Frühjahr fertiggestellt wurde der Spielplatz an der Andreas-Heusler-Strasse. «Wie bei allen anderen Projekten haben wir auch hier mit dem Quartierverein, dem Kinderbüro, den Eltern und den Kindern zusammen den Spielplatz gestaltet», erklärt Brigitte Löwenthal. In Workshops konnten Schüler ihren Traumspielplatz basteln.

Die Projektleiterin Grünplanung der Stadtgärtnerei versuchte so viele Wünsche wie möglich zu berücksichtigen: einen grossen Sandkasten mit Wasserpumpe, Reckstangen, Schaukeln und eine Kletterlandschaft. «Der Fallbelag besteht hier aus Holzschnitzeln, weil sich diese gut in den Platz einfügen», meint Löwenthal.

Fallbelag muss zum Ort passen

Gerade beim Fallbelag müssen örtliche Gegebenheiten berücksichtigt werden. Beim neuen Spielplatz bei der Thiersteinerschule besteht der Belag aus Gummigranulat-Platten, weil der Abwart damit weniger zu putzen hat, als mit Sand oder Holzschnitzeln. Der Spielplatz neben dem Kindergarten im Spitzacker hingegen hat einen Fallbelag aus feinem Sand, weil dies die Kinder so gewünscht haben.

Bei der Auswahl des Fallbelages müssen aber auch Sicherheitsaspekte anderer Art berücksichtigt werden. Löwenthal: «An neuralgischen Orten wie dem Matthäus-Kirchplatz, wären Holzschnitzel oder Sand auch wegen Scherben oder herumliegender Spritzen ungeeignet.»

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