Umbau
Auf dem Waisenhausareal entsteht ein Paradies für Kinder

Die erste Etappe der Neugestaltung des Waisenhausareals wurde nach acht Monaten Bauzeit abgeschlossen. Die Kosten betragen rund 2,6 Millionen Franken. Dank Fussballfeld und Klettergerüst wird das Areal zu einem Paradies für Kinder.

Jasmin Grasser
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Vor dem neuen Gebäude für Wohngruppen sollen im Frühjahr Beeren und verschiedene Gemüsesorten wachsen.

Vor dem neuen Gebäude für Wohngruppen sollen im Frühjahr Beeren und verschiedene Gemüsesorten wachsen.

Roland Schmid

Der ehemalige Klausurteil des bürgerlichen Waisenhauses Basel hat sich komplett verändert: Innerhalb von acht Monaten wurden die Aufenthalts- und Spielzonen besser an die Bedürfnisse der kleinen und grösseren Besucher angepasst.

So entstand seit dem Spatenstich Mitte April 2013 unter der Führung der Landschaftsarchitekten Fahrni und Breitenfeld ein neues Gebäude für Wohngruppen, in dessen Vorgarten im Frühling verschiedene Gemüsesorten und Beeren wachsen sollen.

Das Gehege für die Ziegen, das sich zuvor auf dem Gebiet des neuen Gartens befand, wurde zurückversetzt. Gleich daneben ist das neue Klettergerüst ein Highlight für die Kinder, die hier ihre Freizeit und Schulpausen verbringen. «Es ist weniger hoch und gefährlich als das alte Gerüst», sagt der Direktor Uli Hammler.

Auf dem Kunstrasen stehen Schaukeln, daneben ein Kletterfelsen. Die Neugestaltung kostet insgesamt rund 2,6 Millionen Franken. Die Kosten werden mit Eigenmitteln, Beiträgen von Kanton und Bund sowie Spenden gedeckt.

In der Mitte des Geländes wurde der Tartanplatz für Ballspiele rundum erneuert. «Der alte Platz stand bei Regen komplett unter Wasser», sagt Hammel.

Erneuert wurde auch das Fussballfeld, das jetzt ebenfalls einen Kunststoffbelag hat. «Die Rasenfläche konnte während der nassen und kalten Monate nicht benutzt werden», erklärt Gabriella Matefi, Bürgerrätin und Präsidentin des Leitungsausschusses des bürgerlichen Waisenhauses.

An alle Parteien angepasst

Wo sich früher ein weiteres Gebäude für Wohngruppen befand, erstreckt sich heute eine Rasenfläche. Dahinter soll ein kleiner Abenteuerwald entstehen. Unter Bäumen und Sträuchern sollen die Kinder verweilen können.

«Uns war es wichtig, dass der Bereich vor den Gebäuden der Wohngruppen keine Spielflächen sind», sagt Hammler. Die Kinder und Jugendliche, die im Waisenhaus wohnen, sollen vor ihren Räumen eine kleine Fläche haben, die ihnen mehr Privatsphäre gibt.

Deswegen stehen der Tischfussball- und Pingpong-Tisch auch auf der gegenüberliegenden Fassade des Kartäuserhauses, das ohne die Blumenrabatten mehr zur Geltung kommt.

Die Fenster wurden gesichert, sodass die Tartanplätze nicht mehr komplett vergittert sind. Rückzugsorte gibt es trotz der transparenten Gestaltung auf dem Areal genug.

«Wir wollten dieses Mal nicht schrittweise renovieren und haben uns deswegen für eine komplette Rennovation entscheiden», sagt Hammel. Diese ist noch nicht ganz fertig: Die zweite Etappe startet nach den Fasnachtsferien 2014.