Dreiteiliges Quartier
Auf dem Wolf soll ein Verkehrsknotenpunkt mit Wohnen und Arbeit verknüpft werden

Im nördlichen Teil des alten Güterbahnhofs Wolf wird ein eigenständiges Stadtquartier entstehen. Das wird möglich, weil sich der internationale Güterverkehr ins Gateway Basel Nord (Kleinhüningen) verlagert.

Elodie Kolb
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Richtprojekt Areal Basel Wolf

Richtprojekt Areal Basel Wolf

Visualisierung SBB

Das Wolf Quartier soll laut der am Mittwoch veröffentlichten Planauflage rund 550 Wohnungen, Arbeitsplätze für 1000 Personen und ein Knotenpunkt für verschiedene Verkehrsmittel und Logistik bieten. Die Realisierung ist laut Projektwebsite der SBB ab 2024 vorgesehen und der Bezug der ersten Mietflächen soll 2027 möglich sein.

Historische Bauten bleiben bestehen

Der für das Quartier vorgesehene Teil des Areals ist eine Insel zwischen den Gleisfeldern, der Eisenbahnstrecke und dem Autobahnanschluss an der St.-Jakobs-Strasse. Mit dem Dreispitz Nord und dem Projekt am Walkeweg entstehen in der Nähe ähnlich konzipierte Stadtteile. Der jährliche Zuwachs an Wohnungen in Basel werde dem Wachstum der Bevölkerung zurzeit nicht gerecht, heisst es in der Planauflage des Bau- und Verkehrsdepartements. Indem Areale wie das Wolf oder das Dreispitz Nord umgenutzt werden, könne die Bevölkerung in der Stadt gezielt verdichtet werden. Solche «grossen Transformationsareale» eignen sich für einen neuen Stadtteil, in dem Arbeiten und Wohnen ausgeglichen kombiniert werden.

Im Zentrum des neuen Quartiers ist ein Innenhof geplant. Der «Wolfshof» soll über 800 Meter lang und jeweils mindestens 30 Meter breit werden. Durch die rundum angelegten Gebäude werde das Innere vor Lärm geschützt. Während im Westen des Areals die Wohnungen entstehen, sollen die über hundertjährigen Güterhallen 3 und 4 und das Dienstgebäude im «historischen Zentrum» des Quartiers Platz für Gastronomie, Kulturbetriebe oder Co-Working-Spaces bieten. In diesem Bereich sei auch eine S-Bahn-Station vorgesehen. Die Hallen könnten dafür auch als Bahnhofsgebäude dienen.

Knotenpunkt für verschiedene Verkehrsmittel

Das Quartier soll mit der S-Bahn und anderen Verkehrsmitteln zu einem «intermodalen Mobilitätshub» verknüpft werden, was derzeit im Smart City Lab erprobt wird, um Umsteige- und Wartezeiten zu verkürzen. Östlich vom Zentrum entsteht laut Planauflage der «Gewerbehof» mit Arbeitsplätzen. Die Flächen im Osten des Areals sollen für Logistik genutzt werden und so eine Schnittstelle zwischen dem Gewerbehof und dem auf dem Areal verbleibenden klassischen Güterumschlag bilden.