Auf eigenen Wunsch
Meinrad Stöcklin tritt als Sprecher der Basler Katholiken zurück

Der Mediensprecher der Römisch-Katholische Kirche Basel-Stadt stand schon länger in der Kritik. Nun gibt Meinrad Stöcklin sein Amt auf eigenen Wunsch ab.

Aimee Baumgartner
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Meinrad Stöcklin.

Meinrad Stöcklin.

Archivbild: Martin Toengi

Vor rund drei Wochen sorgte Meinrad Stöcklin mit einem Beitrag auf seiner privaten Facebook-Seite für Aufregung, als er sich mit einem heiklem Nazi-Vergleich offensichtlich gegen einschränkende Massnahmen des Bundes für Nicht-Geimpfte positionierte. Im Anschluss daran diskutierte der Kirchenrat über mögliche Konsequenzen. Schon vorher polarisierte Stöcklin mit seinen umstrittenen Aussagen zu Corona.

Nun habe sich der Mediensprecher aber eigenständig dazu entschieden, die Römisch-Katholische Kirche Basel-Stadt (RKK BS) zu verlassen. Dies berichtet «Prime News» am Mittwochabend und bezieht sich auf ein Schreiben des Kirchenratspräsidents Christian Griss. Der Brief, der «Prime News» vorliegt, soll an RKK-Mitarbeitende, den Kirchenrat, die Synodale, die Pfarrreiratspräsidien und das Bistum Basel geschickt worden sein. Darin ist zu lesen:

«Ich informiere Sie darüber, dass Meinrad Stöcklin sein Anstellungsverhältnis bei der RKK BS auf eigenen Wunsch beendigt hat.»

Für die «geleisteten Dienste» sei man Meinrad Stöcklin dankbar und man «wünscht ihm alles Gute», soll im Brief weiter stehen.

Wie es mit der Kommunikation der RKK weitergeht, sei ebenfalls klar. Für die externe Kommunikation sei «per sofort» Matthias Schmitz, der jetzige Informationsbeauftragte des Kirchenrats, zuständig. Die interne Kommunikation im pastoralen Bereich übernehme Sarah Botti.

Meinrad Stöcklin war vor seiner Anstellung bei der RKK BS jahrelang als Mediensprecher der Kantonspolizei Basel-Landschaft tätig. Zudem wollte er als SVP-Mitglied in den Baselbieter Landrat. Wie es beruflich mit ihm weitergeht, ist noch unbekannt.

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