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Auf einen Tanz mit dem Roboter: Basler Kantonalbank setzt ganz auf digital

Die Basler Kantonalbank hat 2017 ihren Gewinn steigern können – ausruhen will sich die Bank deswegen aber nicht.

Fabian Scwarzenbach
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Versammlung der BKB 2018
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Guy Lachapelle.
Bankratspräsident Adrian Bult.
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Für musikalische Untermalung ist auch gesorgt...
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Versammlung der BKB 2018

Juri Junkov

Die Basler Kantonalbank (BKB) trommelte die Inhaberinnen und Inhaber ihrer Partizipationsscheine in der Messe Basel zusammen. Rund 2500 Personen folgten dem Ruf und freuten sich über einen um 27 Prozent höheren Jahresgewinn, 118,3 Millionen Franken. Das gibt pro PS-Inhaber 3,10 Franken Dividende. Auch für den Kanton Basel-Stadt ist das positiv: In seine Kasse fliessen 77 Millionen Franken, 7 Millionen mehr als letztes Jahr. Oder anders gerechnet: Für jede Einwohnerin und jeden Einwohner gibt es 387 Franken.

Verständlich, dass Bankratspräsident Adrian Bult bei der Präsentation strahlte. Die Bank ist mit einer Gesamtkapitalquote von 19,5 Prozent hervorragend kapitalisiert. Damit diese Zahlen bestätigt werden können, setze die BKB vermehrt auf digitale Möglichkeiten, wie Bult ausführte. Als Beispiel diente sein Vater, der mit (erst) 94 Jahren ein Konto eröffnet habe und auch digital unterwegs sei. Für den digitalen Bereich konnte die Moneyhouse-Chefin Mariateresa Vacalli gewonnen werden.

Sie wird unter anderem die «erste vollwertige Banklösung auf dem Smartphone» weiter vorantreiben. Unterstützt wird sie von Roboter «Clara». Die kleine weisse Roboterfrau schlurfte auf die Bühne und nahm CEO Guy Lachapelle in die virtuelle Zange. Top-Frage: «Kann ich auch CEO werden?». Entwaffnende Antwort Lachapelle: «Ja, mit vielleicht noch etwas mehr Menschlichkeit.»

Schweizweit will die BKB mit ihrer Tochterbank Cler punkten. Mit ihr sollen auch Bündnern Hypotheken verkauft werden können.

Lachapelle stellte die «Strategie 2021» vor und gewährte einen Blick in die Zukunft. Dabei wurde klar: Die BKB soll effizienter werden: So sollen Kunden Immobilien auf dem Smartphone bewerten können und gleichzeitig einen Termin beim Kundenberater buchen. Diese Strategie wird auch Andreas Ruesch vorantreiben, der neu den Bereich Privatkundschaft verantworten wird.

Zuversichtlich ist die Bank, dass die Auseinandersetzung mit den US-Steuerbehörden nach acht Jahren bald bereinigt werden könnten. Allerdings mochte Lachapelle aus verständlichen Gründen kein Bekenntnis abgeben.

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