Rheinterrassen
Aufwertung Basler Rheinbord: Verein verlangt Stopp für «unausgegorenes Projekt»

Für die Schlussveranstaltungen der IBA Basel von Juni bis September 2020 sollen am Kleinbasler Rheinufer, oberhalb der Mittleren Brücke temporäre Rheinterrassen zur Aufwertung des Rheinufers realisiert werden.

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Visualisierung Rheinterrassen.

Visualisierung Rheinterrassen.

zvg

Obwohl die Planauflage des Projekts Rheinterrassen just während den Weihnachtsferien stattfand, erhoben der Basler Heimatschutz, der WWF, die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz, der Verein Rheinpromenade Kleinbasel, der Neutrale Quartierverein Oberes Kleinbasel sowie einige private Anwohnende Einsprache gegen das Projekt. «Sowohl die geländerlose Holztribüne mit 150 Plätzen als auch die 48 Meter lange Holzplattform, die ins Flussbett des Rheins hinausgebaut werden soll, wurden als nutzlos und gefährlich bezeichnet, und die mangelnden gesetzlichen Grundlagen wurden gerügt», wie der Verein Rheinpromenade am Dienstag mitteilt.

Das Baudepartement habe einigen Einsprechern angeboten, das Projekt wesentlich abzuspecken, um diese zum Rückzug ihrer Einsprachen zu bewegen. So soll auf die Holzplattform im Rheinbett verzichtet werden, die Dauer des Provisoriums jedoch von drei auf maximal fünf Jahre ausgedehnt werden. Offenbar zeigte sich auch, dass die Terrassen nicht in der Böschung verankert werden können, sondern mittels Aufhängung befestigt werden müssen, und dass auf der untersten Stufe der Terrasse eine Absturzsicherung vorgesehen werden muss. Wie diese Aufhängung aussieht, wurde jedoch nicht bekanntgegeben, teilt der Verein mit.

Der Verein Rheinpromenade Kleinbasel begrüsst den Verzicht auf die Plattform im Rhein. Auf die Holztribüne solle verzichtet werden. Es sei sinnlos, eine provisorische Infrastruktur für einen Anlass zu errichten, der wegen der Massnahmen gegen das Corona-Virus nicht stattfinden werde.