Er besitzt bereits das Kultur- und Gasthaus Teufelhof. Führt – unter anderem – die Restaurants Ufer7, 800 Grad, 1777, die Bar Styx und eröffnet im Frühling das Apartmenthotel Set. Das Portfolio von Gastrounternehmer Raphael Wyniger kann sich sehen lassen. Und nun kommt noch ein Italiener dazu: Im Sommer, voraussichtlich am 1. Juni 2019, soll das Restaurant mit dem Namen «Capo» an der Grünpfahlgasse in Basel loslegen. Dort, wo sich viele Jahre die Weinschenke Caveau befunden hatte.

Wyniger träumte schon lange von einem italienischen Restaurant. Einem, das vor Italianità nur so strotzt: Neapolitanisch inspirierte Pizzen aus dem original italienischen Holzofen und Pasta aus dem Topf werden beim «Capo» auf die Tische kommen. Und zwar in einem Ambiente mit «einem gewissen Retro-Flair im Stil des italienischen New Yorks der 1920er-Jahre», wie der Sprecher der Wyniger-Gruppe und Geschäftsführer von Wyniger Management, Christoph Widmer, sagt. Mit der Rekrutierung von sechs bis acht festen Angestellten wolle man demnächst beginnen.

Endlich, denkt man sich da, endlich geht etwas Gutes in dieser Gasse, die in den vergangenen Jahren mehrmals wegen wüsten Schlägereien während der Fasnacht in die Schlagzeilen geraten war. «Endlich» muss auch Wyniger gerufen haben – eine ziemliche Geduldsprobe für ihn, gab er doch bereits im vergangenen Sommer bekannt, dass er der neue Pächter des ehemaligen «Caveau» sei. Anfang 2019 war die Eröffnung geplant.

Von Grund auf saniert

Erst Mitte Oktober 2018 allerdings erteilte das Bauinspektorat die Bewilligung für den Umbau des Unter- und Erdgeschosses sowie für die Sanierung des Restaurants. Warum es zur Verzögerung kam, dazu will man sich beim Baudepartement nicht äussern. Fakt ist: Die Liegenschaft, die sich im Besitz der Pax-Versicherung befindet, wird seit Beginn des Jahres von Grund auf saniert, Lüftungen werden eingebaut, Leitungen verlegt.

Erst in einigen Wochen kann mit dem Innenausbau gestartet werden. Laut Widmer soll dabei sanft umgebaut werden, die Sichtbalken aus dunklem Holz und die markanten Säulen in der Mitte des Raums bleiben, ebenso der grosse Tresen im Eingangsbereich. «Jedoch wollen wir alles ein wenig heller gestalten. So sollen etwa die Fenster vergrössert und teilweise bodenbündig werden», sagt Widmer. In den nächsten Tagen finde dazu der erste Termin mit den Innendekorateuren statt.

Mit Qualität überzeugen

Die Boulevardbewilligung liegt bereits vor, der «Capo» darf in den warmen Monaten in der Grünpfahlgasse also rausstuhlen. «Wir erhoffen uns damit auch eine Aufwertung der Grünpfahlgasse», sagt Widmer.

Doch ist es nicht ein Wagnis, in einer Stadt, an der fast an jeder Ecke Pizza oder Pasta gegessen werden kann, einen weiteren Italiener zu eröffnen? Die Konkurrenz, sie ist riesig. Widmer gibt sich selbstbewusst: «Die Wyniger-Gruppe ist für Qualität zu guten Preisen bekannt. Damit werden wir das bestehende Angebot sicher ergänzen, auch mit dem speziellen Ambiente, das uns vorschwebt.»