Auffahrt

Aus den Fehlern letzter Woche gelernt: Basel ist nun vorsichtiger geworden

Am Rheinbord bildeten sich Gruppen, doch den Abstand hielten die meisten ein.

Am Rheinbord bildeten sich Gruppen, doch den Abstand hielten die meisten ein.

Die Sonne lockte am Auffahrtstag viele Basler aus ihren Häusern, doch die meisten hielten sich an die Regeln.

Der Duft von Grilladen liegt in der Luft, Menschen in Bikinis und Badehosen strecken die noch blasse Haut der Mittagssone entgegen, aus kleinen Boxen dröhnt Technomusik durch den Park. Die Stimmung am Birsköpfli scheint am Auffahrtstag wie an jedem anderen Frühsommertag. Nur ein Unterschied ist spürbar: Basel ist vorsichtiger geworden. Zwischen den Menschengruppen, die grösstenteils aus weniger als vier Personen bestehen, ist der Abstand deutlich grösser als zwei Meter. «Schön, dass sich auch die Jungen daran halten», meint eine ältere Frau, die vorbeispaziert. Nur Jogger und Velofahrer, denen man nicht ausweichen kann, würden sie stören.

Der Basler Schützenmattpark war gut besucht.

Der Basler Schützenmattpark war gut besucht.

Im Schützenmattpark zeigt sich ein ähnliches Bild: Während der Durchgangsverkehr etwas inkonsequenter ist, was die Hygieneregeln betrifft, verteilen sich die auf der Wiese sitzenden Gruppen und Familien mit grossem Abstand im Park. «Wir konnten bei diesem Wetter einfach nicht zu Hause bleiben», sagt ein Paar, das mit seinen zwei Töchtern hier ist. «Wir haben uns aber extra den Park ausgesucht, weil hier genug Platz ist, um sich von anderen Leuten zu distanzieren.»

Die Angst vor einer Sperrung ist zu gross

Dass die Massnahmen des Social Distancing langsam zur Norm werden, ist am Rheinbord zu beobachten. Auch hier halten sich die meisten an die Regeln. «Die Bilder von der Steinenvorstadt haben uns schon die Augen geöffnet», sagt ein Teenager, der mit zwei Freunden auf den Steinstufen sitzt.

Auch das Rheinbord war ein beliebtes Ausflugsziel.

Auch das Rheinbord war ein beliebtes Ausflugsziel.

«Wir waren selber nicht dort, aber plötzlich berichteten alle Medien über Basel. Das soll nicht noch einmal passieren», fügt er an. Ein weiterer Grund, weshalb er sich nun mehr achte, sei die Angst, das Rheinbord könnte gesperrt werden. «Wenn wir diesen Sommer nicht mehr herkommen könnten, wäre das echt schade.»

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