Eine Clique macht Vorfasnacht. Was im Baselbiet seit Jahren gang und gäbe ist, feiert am 6. Februar in Basel im Tabourettli Premiere. Die Fasnachtsgesellschaft OnYva, die 2010 aus einer Abspaltung aus der LälliClique entstanden ist, macht aus einer «Bieridee» am vergangenen Bummel «bitteren Ernst», wie es Marketingchef Daniel Bühler am Mittwoch im Tabourettli formulierte.

Im Theater Fauteuil mussten damals einzelne Cliquenmitglieder in Anlehnung an eine Vorfasnachtsveranstaltung spontane Einlagen aufführen, was sämtliche Anwesenden prächtig amüsierte. Die Lust an einer eigenen Vorfasnachtsproduktion war damit geweckt. Ein Grossteil der heute gegen 70 Mitglieder der OnYva ist involviert. Einziger «Auswärtiger» ist Regisseur Florian Volkmann.

«Menü SüürprYYs» soll aber keinesfalls zu einer Nabelschau und Huldigung der OnYva verkommen, stellt Leiter Martin Bammerlin klar. Die Clique selber bleibe im Hintergrund. Es werde «Fasnachtstöne, Fasnachtsklänge und Fasnachtsmusik mit einer guten Prise Überraschungen» geben. Die eigene Vorfasnachtsproduktion soll weniger traditionell und durchaus auch mal «kurios» daherkommen.

Viele verschiedene Talente aus der Clique kämen zusammen: «Vorfasnachtserfahrene, Rapper, Schnitzelbänkler, Musiker, Schauspieler und Fasnachtsmusiker mit hohem Niveau bringen ein grosses Potenzial zusammen», ist Bammerlin überzeugt. Unter dem Strich kommen so auf der Bühne Profis und Amateure zusammen. Der rote Faden sei das Überraschungsmenü. Claude Rasser vom Theater Fauteuil ist vom Konzept der OnYva überzeugt und verspricht eine hohe Qualität der Produktion. «Das ist auch unser Anspruch.»

Nur einmalig – vermutlich

Aufgrund der grossen Nachfrage nach Tickets für die vier Vorstellungen vom 6. bis zum 9. Februar ist bereits eine Zusatzvorstellung am Samstagnachmittag einberufen worden. Doch selbst wenn die Veranstaltung Erfolg haben sollte, denken ihre Macher nicht an eine künftig alljährliche Durchführung. «Mal vorerst nicht», präzisiert Marketingchef Bühler. Der Aufwand für die Cliquenmitglieder sei enorm. «Aber wer weiss, was danach passiert.» Claude Rasser jedenfalls würde eine neue Vorfasnachtsveranstaltung im Tabourettli sehr begrüssen.