Eine Medienkonferenz um 4 Uhr morgens, eine Kirche als Veranstaltungsort, ein Schwerpunkt mit Schnitzelbängg: Das «Kòpfladäärnli» von Renato Salvi machte früh auf sich aufmerksam. Vergangenes Jahr feierte die Vorfasnachtsveranstaltung des Ex-Partners von Patrick «Almi» Allmandinger Premiere, als eine der zwei Nachfolgeveranstaltung der begrabenen Veranstaltung Fasnachtskiechli.

«Das Programm war einmalig, die sieben Schnitzelbankformationen, die Rahmenspieler, die Musiker, der Sänger und alle die auf und hinter der Bühne tätig waren auch», schreibt Salvi nun in einer Medienmitteilung am Montagmorgen. Die Veranstaltung sei für ihn ein Wagnis und ein Risiko gewesen, was sich jetzt zeigte: Die Einnahmen hätten die Ausgaben nicht decken können, das Defizit war zu gross. Dies trotz einer Auslastung von rund 80 Prozent, wie es auf dem Szeneportal fasnacht.ch heisst.

Nächste Projekte und erste Reaktionen

Salvi gibt sich dennoch zuversichtlich: Er sehe es positiv und buche das «Kòpfladäärnli» als die schönste, beste und wertvollste Erfahrung, die er in seinen bisher 33 Theaterjahren erleben durfte. Seine nächsten Projekte hat er bereits schon am Start, wie er im gleichen Schreiben mitteilt. Darunter eine Beratungsdienstleistung für Unternehmen und die nächste Theaterproduktion.

Eine erste Reaktion auf die Absage Salvis formuliert André Auderset, LDP-Grossrat und Fasnachtsautor, auf fasnacht.ch. Es sei nicht weltbewegend, wenn eine Vorfasnachtsveranstaltung den ersten Versuch nicht überlebe, es gebe ja mittlerweile eine regelrechte Flut dieser Veranstaltungen. «Irgendwie schade ist es dennoch, denn es wurde hier wirklich etwas Originelles versucht, auch wenn man sicher darüber streiten kann, ob der Veranstaltungsort der Richtige war.»