205 Meter hoch

Ausbaupläne von Roche in Basel werden öffentlich aufgelegt

Ab nächster Woche werden die Ausbaupläne der Roche an ihrem Hauptsitz in Basel mit dem geplanten 205-Meter-Turm öffentlich aufgelegt. Roche will innerhalb von zehn Jahren rund drei Milliarden Franken investieren.

Die Ausbaupläne des Pharmakonzerns Roche am Hauptsitz in Basel werden ab nächster Woche öffentlich aufgelegt. Bestandteil des Vorhabens mit Investitionen von insgesamt drei Milliarden Franken ist ein 205 Meter hoher Büroturm, der dereinst das höchste Gebäude der Schweiz werden soll.

Die am Montag beginnende Planauflage umfasst eine Zonenänderung, einen Bebauungsplan sowie einen Umweltverträglichkeitsbericht, wie das Bau- und Verkehrsdepartement Basel-Stadt (BVD) am Freitag mitteilte. Eingesehen werden können die Dokumente während 30 Tagen bis zum 7. Juli.

Grundlage der Planauflage bildet ein Entwicklungsplan für das 120'000 m2 grosse Roche-Areal um die Grenzacherstrasse. Diesen Plan hatte der Konzern mit den Basler Stararchitekten Herzog & de Meuron ausgearbeitet. Im Oktober 2014 machte Roche ihre Ausbaupläne publik.

In einer ersten Etappe will Roche das bestehende Verwaltungsgebäude an der Ecke Grenzacherstrasse/Peter Rot-Strasse (Bau 74) durch ein Forschungszentrum ersetzen. Dieses besteht aus vier Gebäuden mit einer Höhe von 18, 28, 72 und 132 Metern Höhe.

Bau 1 erhält Geschwister

Parallel dazu ist ein 205 Meter hoher Büroturm geplant. Erstellt werden soll dieser neben dem demnächst bezugsbereiten 178 Meter hohen Bau 1, der damit ein Geschwister erhält. Mit der Verdichtung des historisch gewachsenen Areals will Roche einen grossen Teil ihrer 9000 Arbeitsplätze in Basel an einem Standort konzentrieren.

Eine Umweltverträglichkeitsprüfung mitsamt Verkehrsgutachten war für das Vorhaben nötig, weil das Parking beim Bau 74 durch ein neues mit ebenfalls rund 900 Parkplätzen ersetzt werden soll. Nach Angaben des BVD kommt der Umweltverträglichkeitsbericht zum Schluss, dass das Projekt die Vorgaben der Umweltgesetzgebung erfüllt.

Parallel zur Planauflage - aber nicht als Bestandteil davon - wird zur Information auch ein Verkehrskonzept veröffentlicht, welches das bereits bestehende Mobilitätskonzept von Roche ergänzen soll.

Dieses Konzept zeigt laut dem BVD, dass die bisher geplanten Massnahmen für Autos, Velos und Fussgänger für die künftig grössere Zahl Arbeitsplätze genügen. Hingegen braucht es beim öffentlichen Verkehr mittel- bis langfristig zusätzliche Massnahmen wie etwa eine Tramlinie durch die Grenzacherstrasse oder eine S-Bahn-Haltestelle Solitude.

Befürchtungen im Quartier

Am Konzernsitz in Basel will Roche innerhalb von zehn Jahren rund drei Milliarden Franken investieren. Bei der Basler Regierung sind die Ausbaupläne auf Zustimmung gestossen.

In der Nachbarschaft des Konzerns sind aber auch kritische Stimmen laut geworden. Aus Furcht vor Schattenwurf durch den zweiten Büroturm und zu viel Verkehr wurde der Verein "Hausbesitzer und Anwohner Wettsteinquartier" (HEAW) gegründet.

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